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aber eingegangene, Christenthum von neuem zu erwecken. Er legte dort eine christliche Pflanzstadt Godhaab an, und hatte, unter großen Beschwerden und Entbehrungen aller Art, die Freude, eine kleine Gemeine zu sammeln und 1S0 Kinder zu taufen. Im Jahre 1733 kamen 3 Missionare von Herrnhut dahin, die das von ihm im Vertrauen auf Gott mulhig begonnene Werk fortsetzten. Ihnen folgten später mehrere, und sie gründeten Neu- Herrnhut, Lichte nsels und Lichten« u. Zu Ende des vorigen Jahrhunderts betrug die Zahl der christlichen Grönländer in diesen 3 Pflanzstadten gegen 1000. Daß die Errichtung von Schulen für die Kinder auch hier eine der ersten Sorgen war, versteht sich von selbst, da von evangelischen Missionen die Rede ist, so wie, daß man sofort darauf bedacht war, den Bekehrten und Nichrbekehrten die heilige Schrift in der Volkssprache m die Hände zu geben. —
In die Augen fallend sind die Fortschritte, welche das Christenthum und mit ihm die Gesittung im achtzehnten Jahrhundert unter den Wilden tieser unten in Nordamerika gemacht hat. Doch herrscht der christliche Glaube meist nur längs den Küsten, wo die Europäer sich angesiedelt haben; aber von Ober-Kanada aus haben die evangelischen Ansiedler besonders in der neuern Zeit viel für die weitere Fortpflanzung desselben gethan. Die Gesellschaft zur Verbreitung des Evangeliums besitzt dort eigne Send-Anstalten, desgleichen die Brüdergemeine, die auch in diesen Ländern mehrere Pflanz- vrtcr gegründet hat. Auch in Unter-Kanada stehen unter den Bischofs von Quebeck gegen 200 Pfarrer und Missionare; doch thatiger wirken die zahlreichen Missionsvereine und Bibelgesellschaften der verschiedenen protestantischen Glaubcnsparteien im Gebiet der vereinigten nordamcrikanischen Freistaaten. Vor allen thätig ist die Gesellschaft zur Beförderung des Evangeliums unter den Heiden, die im Jahre 1787 ihre erste Versammlung zu Bethlehem inPenn- svlvanien hielt, und nebst ihr der amerikanische Christenverein für auswärtige Missionen, der seit 1812 besteht und seine Boten bis nach Ost- und Süd- Indien und auf die Inseln des stillen Meeres sendet. Neben