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nung etwas zurückzulegen, um damit die Kosten eines Gotteshauses zu bestreiken. Und wirklich kam so viel zu» sammen, daß ein sehr geräumiges und schönes Gebäude zu diesem edlen Zwecke errichtet werden konnte.
Und wie er damals sich bewies, und von jenem Manne geschildert wird — so war er immer und unter allen Verhältnissen.
Nicht wohl (sagt der Verf. seiner ausführlichen LebenS- bensbeschrcibung) hat irgend ein Mann mit strengerer Folgerichtigkeit und in derselben unveränderlichen Weise deS Dmkens und Handelns sein Leben bis ans Ende fortgeführt, wie dies bei Schwach der Fall gewesen ist; und das Bild, das sein Freund so treffend entworfen hat, darf nur in seinen wechselnden Lebensverhältnissen und in erweiterten Wirkungskreisen dargestellt werden, um als v o llendetes Muster eines christlichen Missionars zu gelten.—
Außer jenem Gottes Hause erbaute Schwach auch zu Tritschinopoli eine englische und tamulische Schule und ein Wohnhaus für die Missionare, wozu er freiwillig seinen Jahresgehalt verwendete, den ihm die englische Regierung, ohne sein Ansuchen, als Caplan der Garnison, zukommen ließ, und gab auch in der Folge den größten Theil dieser Summe zur Unterstützung seiner Gemeine hin«
Als bald darauf der Krieg mit dem ehrgeizigen und kühnen Eroberer Hyder Ali ausbrach, wurde zwar der Friede in den Gegenden, wo eben erst eine neue Missionsstation entstanden war und unter Schwabens Leitung fröhlich gedieh, gestört; doch fand der edle, rastlos thätige Mann auch hier vielfach willkommene Gelegenheit, durch leibliche und geistliche Pflege der Kranken und Verwundeten christliche Menschenliebe zu üben. Auch vergaß er in seinem neuen größern Wirkungskreise seiner alten lieben Gemeine und Amtsgenossen in Trankebar nicht. Er machte eine Neise dahin und stärkte die Brüder durch seine kräftige und herzliche Zuspräche. Auf dem Wege, wie das immer sein» Gewohnheit war, ergriff er jede Gelegenheit, ein gutes^ erweckliches Wort zu sprechen. Da traf es sich einst, als er an einem Orte, wo 100 Bramincn mit ihren Familien wohnten, dem versammelten Volke die in Jesu Christo den Sündern erschienene göttliche Gnade verkündigte, und das Gleichniß vom Verlornen Sohne erzählte, daß ein