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.Bramine sich erhob und ausrief: Ich erblicke das Bild dieses Verlornen in mir selbst. O, rief Schwartz mit erhobener Stimme, daß sich doch Alle aufmachten und zu ihrem Vater gingen! — Auch andere ahnliche Aeußerungen und offene Geständnisse der Zuhörer, deren Schwartz in seinen Tagebüchern gedenkt, beweisen, wie erwccklich und eindringend er zu den Herzen der Menschen zu reden wußte.
Freilich wohl war es das göttliche Wort selbst, das mit seiner siegenden Kraft die Herzen traf und erschütterte; aber doch ist es auch gewiß, daß diefcs Wort, von einem Manne, wie Schwartz, ausgesprochen und an das Herz gelegt, eine besondere Kraft halte und, wie es aus der Tiefe des Herzens kam, so wiederum tief in die Herzen der Hörer eindrang. — Auch an den Kranken und Verwundeten war sein mahnendes und tröstendes Wort nicht vergeblich. Es ward ihm die himmlische Freude, manchem tödtlich Verwundeten und Sterbenden die Schrecken des Todes zu mildern, und ihn auf den Ucbergang ins höhere Leben vorzubereiten. —
Um desto ungehinderter mit Heiden und Muhameda- nern sich besprechen zu können, ließ er sich im Freien unter einem schattigen Baume eine Hütte errichten, wohin er sich von Zeit zu Zeit begab, und wo sich immer bald eine Menge Menschen um ihn versammelte, die ihn fragten und mit Aufmerksamkeit ihm zuhörten. Auch Bramincn fanden sich ein und er unterredete sich mit ihnen über Gott und göttliche Dinge, Alle über suchte er immer vornehmlich auf das Eine zur Seligkeit Nothwendige hinzuweisen auf - die Erkenntniß ihrer Sündhaftigkeit und ihres Unvermögens aus eigner Kraft zur Seligkeit und auf die Erlangung der Gnade Gottes durch Jesum Christum. — In seinem Tagebuche finden sich viele solche Gespräche aufgezeichnet gewiß eben so lehrreich und erwccklich sür diejenigen, welche damals die lebendige Nede des frommen Mannes vernäh« men, als für diejenigen, welche jetzt noch seine Worte lesen. Als er einst von der Reinigkeit des Herzens sprach und der Worte der heiligen Schrift gedachte: Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schanen — fragte einer der Umstehenden: von was denn cigeiulich das Herz gereinigt werden müsse? Die Antwort