Wort annahmen; denn Schwach und seine Genossen versäumten nicht, wenn sie die Hungrigen gespeist hatten, auch vom Brote des Lebens den Armen mitzutheilen und sie zu dem Quell der Wahrheit hinzuweisen, der den Durst der Seele stillt.
Welch einen günstigen Eindruck Schwach auf Hyder Ali gemacht hatte, erhellt daraus, daß er mitten im Laufe seiner blutigen Eroberungen den bestimmten Befehl gab: den ehrwürdigen Padre Schwach unbelästigt überall umhergehen zu lassen, und ihm Achtung und Freundlichkeit zu erzeigen; denn es sey ein heiliger Mann.
So konnte Schwach ungehindert mitten durch's feindliche Lager gehen, und mitten im Kriege feine friedlichen Arbeiten fortsetzen und helfen und wohlthun — man nannte ihn nur den guten Vater. —
Nach Hyder Ali's Tode im Jahre 1782 setzte sein Sohn und Nachfolger, Sultan Tippo, den Krieg mit gleicher Heftigkeit fort, sah sich aber durch die Siege der Engländer genöthigt, mit der Regierung zu Madras zu unterhandeln, und da wurde abermals Schwach, dessen unbestechliche Redlichkeit, Geschicklichkeit und Klugheit bereits erprobt war, zum Unterhändler und Dolmetscher ausersehen und mit den Gesandten nach Seringapatam an das Hoflager des Sultans geschickt.
Daß diese Mission, ohne das bestimmte Ziel zu erreichen, vereitelt wurde, war nicht seine Schuld. Indeß kam später doch der Friede zu Stande und Schwartz kehrte zu Anfange des Jahres 1784 nach Tanjore zurück.
Die großen und vielfachen Anstrengungen und Beschwerden, die er mit der größten Bereitwilligkeit übernommen und ohne Murren ertragen hatte, waren doch nicht ohne nachtheiligen Einfluß auf seine sonst seste Gesundheit geblieben, und hatten seine Körperkraft mit den Jahren bedeutend geschwächt. Doch die Kraft seines Geistes war pngeschwächt geblieben, und eben so ungebeugt sein freudiger Muth und sein Vertrauen auf Gott.
Im Sommer des Jahres 1784 schreibt er: „Ist nur die Seele gesund, so steht Alles gut. Das Uebrige müssen wir ja verlassen, wenn wir zu Grabe ziehen. Eine gesunde Seele ist auch ein gutes Heilmittel für alle unsere