Caput. 6.
 
De fermentatione Mercurii du-
plicati cum Sole, et ejusdem fixa-
tione ad Tincturam.
 
Erstlich bereite dir einen subtilen Calcem
Solis zu, solvire 1. Loth Gold in KönigsWaßer. Denn sol-
vire in reinem Waßer 4. Loth Saltzburger Vitriol, giße die
Solutionem Vitrioli in die Solution des Goldes, und laß
es stehen, so fält das Gold in subtile Athomos
gantz rein ohne corrosiv nieder, welches denn mit
warmem Waßer genügsam edulcoriret und getrocknet
werden muß so hastu einen subtilen Calcem Solis.
Das Gold muß vorher 3mahl durch Antimon gegossen
und superfein seyn. Hat man den Crocum oder Calcem
Solis nicht, so kan man an dessen statt auch nur ein
Blattgold nehmen, so von feinem durchgegossen Gold
geschlagen worden. solches viscosire mit KönigsWaßer.
Nihm denn 10 theil //Loth// deines flüssigen und multipli-
cirten Mercurii duplicati, oder auch nur unmulti-
pliciret, reibe darunter auf einem Marmor
1. theil deines viscosae Solis, oder Blattgoldes (+) vorher
das alles wohl misciret sey, //(+)// verschliße die mus Man
Mixtur in das ovum Philosophicum, und laß leni dige-
es per gradus Ignis durch alle farben gehen, stione das
nach anleitung Comitis Trevisani im 4ten buch KönigsWaßer davon
so wirstu in 9. Monathen die Erste Fixation denn ver- gehen laßen.
erlangen, und den Lapidem haben, sodenn ferner Denn ver-
wie folgen wird, zu multipliciren ist. schloßen.
Wenn die Conjunction des Mercurii duplicati mit
dem 10ten theil des Goldes verrichtet, so
wird es in dem Athanor in seine gebürliche
digestion gesetzet, [xxx?], so gantz gelinde seyn
muß, weil unßre materie sehr flüßig, [und zu
xxx nicht xxx xxxx fluß xxxxxxxxx
?], welcher
gelinde Grad auf einen Monath continuiret