Ruhe eingegangen sind, //und nach und nach eingehen//auchund nicht
nur leicht zu vermuthen //sondern auch aus den lezten Nachrichten des
seligen Mannes genugsam zu ersehen ist//, daß das andere
nachwachsende Geschlecht, ob es gleich in
dem Zeitlichen viel mehrerer Vortheile ge-
niesset, dennoch nicht der Eindruck von
der Herrlichkeit und Gnade Gottes //empfindet//, und nicht
den Eiffer in der wahren Furcht Gottes und
in dem alleinigen Trachten nachdemseinem
Reiche beweiset, den man an den ersten Ein-
wohnern wahrgenommen.
Wie nöthig also um so viel mehr ein sol-
cherManntreuer Knecht Gottes bey der Ge-
meine wäre,derdurch dessen Dienst und
treue Arbeit an dem Wercke Gottes verhindert
werden könte, daß das Gute nicht immer mehr
und mehr abnemen und der irrdische Sinn unter
den Einwohnern von Ebenezer nicht weiter zu-
nemen möchte, ist einem ieden offenbar.
Auch Sie selbst, meine werteste Brüder, bedau-
re ich, da ich wohl erkenne, was Sie an dem
seligen Mann //und dessen ExemplarischenundUm-
gang und Erfahrungsvollen Einsicht// verlohren.
Sie aber sind nun dieje-
nige, auf welche die Knechte Gottes, die sich der
Gemeine in Ebenezer annemen, und die
redlichen Seelen in Ihrer Gemeine selbst am
meisten sehen. Von Ihnen wirdgefordert//erwartet//, daß
Ihr redlicher Ernst,Ihre Kraft im Glauben,
Ihre Brünstigkeit in der Liebe, Ihr redlicher
Ernst in der Verleugnung, Ihr demütiger,
liebereicher himlisch gesinnter Wandel, Ihr
Fleiß am Worte Gottes und im Gebet, und Ihre
Treue in der Arbeit an den anvertrauten
theurerlösten Seelen, den Verlust des seligen
Mannes ersetzen helfen. Ich bin von Ihnen
versichert, daßSie in der Fassung stehen, daßIhre Herzen darauf gerichtet sind, Ihre
Sie
liebe Zuhörer mit sich selig zu machen. Das Exem-
peldes//Ihres// seligen Vorgängers aber kan Ihnen noch immer
zur Aufmunterung dienen, Gott anzurufen, daß
Er Sieimmer tiefer indemselben //oder vielmehr dem Vorbild Jesu
Christi selbst, // immer ähn-
licher machen und seinen Geist auf Ihnen zwie-
fältig ruhen laßen wolle! Wenn Sie sich den