schuldig und auch willig bin, und wenn mich Gott wolte leben laßen,
so wünschte ich auch wol sehr, daß er uns noch lange beysammen laßen
möchte; er ist auch ietzt von neuen wieder von ihm gestärckt worden,
nachdem er in vergangenen Herbst eine harte Kranckheit ausgestanden
hat, wie werth er von unsern redlichen Saltzburgern geachtet wird,
hat man damahls in der Zeit seiner Kranckheit sonderlich sehen können.
In Absicht der Negers siehet es ietzt in der Gemeine anders aus, wie
es vor einem Jahr zu seyn schiene, die meisten unserer Einwohner haben
wol durch die betrübte Erfahrung anderer, und die Nachrichten davon,
solche Einsichten von den schädlichen Folgen der Einführung solcher Sclaven
bekommen, daß ihnen dafür grauet: Nach weißen Dienstboten aber
haben wir, wegen der so großen Entkräfftung unser Leute, ein großes
Verlangen, es ist uns auch ietzt zu denselben Hoffnung gemacht, wo-
von Euer Hochwürden sonsten schon Nachricht haben werden. Wenn
wir werden unser Lust an dem HErrn beständig haben, so wird
auch gewiß reichlich folgen: der wird dir geben, was dein Hertz
wünschet, und in dieser Ordnung wird auch nach und nach das leibliche,
so viel wir nöthig haben, kommen.
Weil Euer Hochwürden väterliche Liebe zu unsern Schul-Kindern
aus Dero hochgeehrtesten Schreiben habe erkant, so habe gemeint,
es würde nicht wieder Dero Willen seyn, wenn einige Exemplaria
des kleinen Spruch-Buchs so in den teutschen Schulen des Waysen-
hauses gebraucht wird, und der Hoffmannischen kurtze Fragen
von denen natürlichern Dingen für dieselbe ausbitte, ich hoffe die-
se Bücher mit Nutzen hier zu gebrauchen, wir würden sie auch bloß
zum allgemeinen und öffentlichen Gebrauch destiniren, daß wir auf