Brieff überlieffert, worinnen nach Eröffnung,
einen Brieff an Ihro Hoche Ehrw. d. Herrn Prof. Fr[ancke]
fand, welchen ich, wie ich erst gedacht, vielleicht
per Poste nach Halle übermachen solte; ich fand
aber auch dabey einen Reise Paß, it ein Brieff
von M. Herrn Vater folgendes Inhalts: Ich solle
mich entweder aufs schleunigste nach Halle
begeben, oder, wie von denen Officiren ver-
langet würde, mich zu Hause siztiren.
Weil nun meine Eltern gezwungen wurden, mich
entweder zu schaffen, oder Zeugniß auf
zu weisen, daß ich mich auf e. Königl.
Academie befinde, so wurde genöthiget,
mich aufs eiligste nach Halle zu begeben,
aber nicht ohne großen Kampff. Auf der
Reise trug ich diese Sache öffters dem
lieben Gott vor, und bat ihn mit Wei-
nen, er müchte mich vor alle Irrthümer
bewahren, und den Geist der Prüfung schen-
cken. Gelobet sey der Herr, der auch die-
ses Gebeth nicht hat unerhöret seyn laßen.
einen Brieff an Ihro Hoche Ehrw. d. Herrn Prof. Fr[ancke]
fand, welchen ich, wie ich erst gedacht, vielleicht
per Poste nach Halle übermachen solte; ich fand
aber auch dabey einen Reise Paß, it ein Brieff
von M. Herrn Vater folgendes Inhalts: Ich solle
mich entweder aufs schleunigste nach Halle
begeben, oder, wie von denen Officiren ver-
langet würde, mich zu Hause siztiren.
Weil nun meine Eltern gezwungen wurden, mich
entweder zu schaffen, oder Zeugniß auf
zu weisen, daß ich mich auf e. Königl.
Academie befinde, so wurde genöthiget,
mich aufs eiligste nach Halle zu begeben,
aber nicht ohne großen Kampff. Auf der
Reise trug ich diese Sache öffters dem
lieben Gott vor, und bat ihn mit Wei-
nen, er müchte mich vor alle Irrthümer
bewahren, und den Geist der Prüfung schen-
cken. Gelobet sey der Herr, der auch die-
ses Gebeth nicht hat unerhöret seyn laßen.
Bey meiner Ankunfft in Halle wurde
mir von meinem Landsmann Sellin ge-
nandt, frey Holtz angebothen, wofern ich
bey ihm ziehen wolte; weil ich ihm aber
nandt, frey Holtz angebothen, wofern ich
bey ihm ziehen wolte; weil ich ihm aber