mahls wolte ich gegen Winter nach dem Willen Gottes
wieder zu ihr kommen. Schied also von ihr und reisete nach
Berlin. Daselbsten wurde ich von einem Prediger ange-
halten, daß ich in Werder, 5 Meilen von Berlin gelegen,
eine Zeitlang seine Stelle in der Kirche und Schule verrich-
ten solte, indem er eine Reise und Heyrath vor sich hätte.
Ich Acceptirte solche Gelegenheit mit großen Freuden,
und suchte daselbsten gantzer 8 Wochen meinen möglichen
Fleiß in der Kirche und Schule anzuwenden. Mitler weile
schreibet der Herr D. Lütkens aus Copenhagen nach
Berlin an einige Prediger, wie Ihro Königliche Majestaet
zu Dennemarck, auf sehr heilsame Gedancken gekom-
men, und allergnädigst resolvieret wären, einige
Missionarios nach Ost-Indien, West-Indien und Africa
zu senden, umb denen Heyden Gelegenheit zu geben,
daß sie sich von ihrer verdamlichen Finsterniß zu den
wahren Gott bekehren möchten. Wo also einige tüchtige
Subjecta daselbsten vorhanden wären, so solten sie so
bald nach Copenhagen geschicket werden. Dieses
verursachete bey vielen eine sehr große Freude, und wa-
ren mit allen Fleiß bemühet einige Studiosos Theologiae
dahin zu schicken. Unter andern wurde auch meine
geringe Persohn mit vorgeschlagen, jedoch wusten sie nicht,
wo ich hingereiset war, bis sie ungefehr eine Nachricht
von mir erhalten, da sie denn so bald mir solches an-
tragen ließen. Ich aber sahe es an als eine Versuch-
ung Gottes, und uneracht, daß ich solches nicht gäntz-
lich abschlug, sondern mich ihren guten Rat und Willen
unterwerffen wolte; so stellete ich ihnen doch solche
wieder zu ihr kommen. Schied also von ihr und reisete nach
Berlin. Daselbsten wurde ich von einem Prediger ange-
halten, daß ich in Werder, 5 Meilen von Berlin gelegen,
eine Zeitlang seine Stelle in der Kirche und Schule verrich-
ten solte, indem er eine Reise und Heyrath vor sich hätte.
Ich Acceptirte solche Gelegenheit mit großen Freuden,
und suchte daselbsten gantzer 8 Wochen meinen möglichen
Fleiß in der Kirche und Schule anzuwenden. Mitler weile
schreibet der Herr D. Lütkens aus Copenhagen nach
Berlin an einige Prediger, wie Ihro Königliche Majestaet
zu Dennemarck, auf sehr heilsame Gedancken gekom-
men, und allergnädigst resolvieret wären, einige
Missionarios nach Ost-Indien, West-Indien und Africa
zu senden, umb denen Heyden Gelegenheit zu geben,
daß sie sich von ihrer verdamlichen Finsterniß zu den
wahren Gott bekehren möchten. Wo also einige tüchtige
Subjecta daselbsten vorhanden wären, so solten sie so
bald nach Copenhagen geschicket werden. Dieses
verursachete bey vielen eine sehr große Freude, und wa-
ren mit allen Fleiß bemühet einige Studiosos Theologiae
dahin zu schicken. Unter andern wurde auch meine
geringe Persohn mit vorgeschlagen, jedoch wusten sie nicht,
wo ich hingereiset war, bis sie ungefehr eine Nachricht
von mir erhalten, da sie denn so bald mir solches an-
tragen ließen. Ich aber sahe es an als eine Versuch-
ung Gottes, und uneracht, daß ich solches nicht gäntz-
lich abschlug, sondern mich ihren guten Rat und Willen
unterwerffen wolte; so stellete ich ihnen doch solche