Cap. 8.
De Fermentatione.
Wenn du deiner Medicin und wolbereiteter
Stein aus dem Mercurio duplicato mit dem
10ten theil Gold vollständig bereitet, auch so oft
mit frischem Mercurio duplicato multipliciret
als es sich thun läßet, und die Tinctur annehmen will
so addire dieser Medicin 1. theil zu 3 theil
wohl purgirten durch Antimon gegoßen und gantz dünne
laminirten Goldes, schmeltze es zusammen in einem
Schmeltz Tiegel, zuerst mit lindem Feuer 12 Stunden,
laß es denn flissen 3. Tage und Nächte. continue, so ist
das Gold und der Stein zu eitel Medicin worden,
gar subtil und durchdringend, und hat einen
Ingress erlanget in ein ander Metall zu-
würcken. Nota bene Diese Fermentirte Tinctur kanstu
nehmen und wie obengedacht ferner mit Mercurio
duplicato fermentiren, denn durch den 3tägigen
Fluß vereinigen sich beyde besser. Die weisse
Tinctur wird mit Silber fermentiret.
Cap. 9.
De Projectione.
Nihm der fermentirten Tinctur 1. theil auf
100. 1000. oder mehr theile, nachdem Sie
multipliciret, im fluß der Metallen, so
du tingiren wilt, so wird es zu guthem
beständigen Gold. Die Tinctur kan in Wachs ge-
wickelt werden, des Mercurii tingirt
Sie am meisten, man kan auch dieselbe auf
ein wohlgewaschen Amalgamam Mercurii et Saturni, im fluß,
in Wachs gewickelt, tragen, so ist es noch
beßer.