das keinen geringen Verdruß u. Hertzeleyd unserm
Ampte, daß wir solchen Vorwurff ohne unterlaß
hören müßen. Griffe man das Werck mit gesamm-
ter Hand recht an, es solte mit dem Abendmahl des
Herrn bey uns gewiß in beßern Zustande stehn, als
es jetzo stehet. Ja es haben sich bißhero noch immer
hier u. da Lehrer gefunden, die diejenigen zur Beichte
angenommen, welche wir abgewiesen haben, dadurch
Sie denn die Leute in der Boßheit gestärcket, u. ge-
meinet, sie hättens doch nun auf diese Weise erwischt,
sind daher in den Läster-Geist hieneingerathen, und
in des Satans-stricke kommen, daß man fast nicht ge-
sehen, wie ihnen möchte wieder geholffen werden. Da-
her man denn auch umb deswillen langsam gegangen
ist, u. alle Behutsamkeit gebraucht hat, nicht aus Furcht
für den Menschen, oder aus Furcht für Euch, sondern
alles aus Liebe zu euren armen Seelen, damit Ihr
noch auf diese Weise durch die Langmuth, wenn man
Euch Zeit u. Frist zur Buße läßet, möchtet gewon-
nen werden, daß das Wort recht bei Euch anschlagen
mögte u. könte. Daher geschiehet es denn nun, daß
es