ächtete mit zu dem Zwecke die Bis thumer zu Meißen^ Merseburg, Aeitz, Naumburg, Brandenburg und Posen, und das Erzbisthum zu Magdeburg. Aber auch außerhalb des deutschen Landes, unter den Dänen, wo, was Ansgar gewirkt, hier und da in Werfall gerathen war, ja wo sogar die Christen verfolgt wurden, sorgte Otto für die Erneuerung des christlichen Glaubens und Lebens; und in Ungarn gewann durch den König Stephan das Evangelium Eingang, wurde aber erst später allgemein verbreitet. Um dieselbe Zeit ließ sich der Fürst der Rus­sen, Wladimir, und der Herzog der Polen, Mi- reslaw, die christliche Prinzessinnen geheirathct hatten, taufen, wodurch das Christenthum in den von ihnen be­herrschten Landern, wo es schon früher Eingang gefunden hatte, noch mehr ausgebreitet und befestigt wurde, und da die Gemahlin Wladimirs eine Schwester des griechischen Kaisers war, so wurde dies die Veranlassung, daß die Russen sich noch jetzt zur griechischen Kirche be­kennen. Um dieselbe Zeit, wo in Dänemark daS unter­drückte und verfolgte Christenthum sich von neuem kräftig erhob, wurde es auch im hohen Norden, in Nor­wegen, wo bisher englische Missionare noch wenig hatten ausrichten können, durch des Königs Hakon Bekehrung, verbreitet, wiewohl es erst spater, unter Sven, dem Däncnkönig, der Norwegen eroberte, festern Fuß daselbst faßte, und durch Gutheb alds und andrer Evangelisten Bemühungen sich selbst bis Island und Grönland verbreitete. Auch an den Küsten der Ostsee, in Pom- mcrn, unter den Ru giern, begann es damals Heller zu werden. Adalbert predigte dort das Evangelium; doch ohne bleibenden Ersolg. Als ein wahrhaft großartiger Ver­such, durch ganze Heere das Christenthum unter den Hei­den zu verbreiten, könnte auf den ersten Blick das Unter­nehmen erscheinen? das man mit dem Namen der Kreuz­züge zu bezeichnen pflegt, deren erster zu Ende des Uten Jahrhunderts zur Befreiung des heiligen Grabes und des gelobten Landes aus den Handen der Ungläubigen, unter­nommen wurde und mit der Einnahme Jerusalems endigte. Aber mochte auch wirklich der erste Gedanke, der diese zum Theil ins Abenteuerliche und Eitle sich verlierenden Heeres­züge hervorrief, aus einer löblichen Begeisterung für daS