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neuen Mitgliedern der Gemeinde bei ihrer Aufnahm« aus­drücklich zu erklären, daß sie bei ihrem Eintritt in die Kirche zugleich in «ine Missionsgesell» schaft treten, und als erlöste Sünder di« Pflicht haben, für den großen Zweck der Mission Jesu Christi in dieser Welt mit­zuwirken.

Es konnte nicht fehlen, baß diese öffentliche feierlich« Erklärung und Ermahnung großen Eindruck auf die Ge­müther Vieler machen mußte, die bisher wenig oder keinen Antheil an dem Missionswcrke genommen hatten, was auch der Erfolg gelehrt hat. Mit Recht aber wird die gute Sache der Missionen als eine öffentliche und all­gemeine, hochwichtigeAngelegenheit der Kirche, ja der gesammten Christenheit betrachtet, an welcher Jedermann mehr oder weniger thätigen Antheil zu nehmen verpflichtet sei.

Unter den genannten Missions-Gesellschaften zeichnen sich durch die Menge der ausgesendeten und unterhaltenen Missionare besonders die in England befindlichen aus, na­mentlich die Londner Haupt-Mi ssions-Gesell- schaft, die kirchliche Missions-Gesellschaft und die Wesley - Methodi stische Gesellschaft, die allein zusammen an 250 Missionare unterhalten. Mit ihnen wetteifern, wie schon gesagt, die Nordamerikaner und die Brüder-Gemeine, die mehr als 100 Boten des Evangeliums in der alten und in der neuen Welt zu den Ihrigen zählt.

Genau die Zahl sämmtlicher in allen Welttheilen ar­beitender Missionare anzugeben, ist nicht wohl möglich, und sie bleibt sich auch nicht immer gleich. Nach der Angabe jenes Blattes, aus dem die obige Uebersicht der gegenwärtig bestehenden vornehmsten evangelischen Missions-Gesellschaften größtentheils entlehnt ist, befinden sich jetzt auf der ganzen Erde 023 evangelische Missionare, was allerdings eine be­deutende Menge ist im Verhältnisse zu der kleinen Zahl, die früher sich diesem Beruft widmete; aber doch immer noch sehr wenig im Verhältnisse zu den 600 Millionen, die, nach der Berechnung Mehrerer, noch nicht Jesum Christum als ihren Herrn und Heiland verehren.