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begab sich mit diesen sodann nach England, von wo sie zu Anfange des folgenden Jahres nach Ostindien unter Segel gingen, wo sie, nach einer im Ganzen glücklichen Fahrt, die jedoch nicht ohne Gefahr war, im Julius anlangten. Schon den 23. November desselben Jahres hielt Schwach seine erste Predigt zu Tränke bar in tamulischer Sprache in demselben ächt evangelischen Geiste, der ihn sein ganzes Leben hindurch und besonders während der langen Zeit, wo er als Missionar unter den Heiden das göttliche Wort ver­kündigte, beseelt hat. In diesem Geiste hat er auch mit Gott so viel zum Heil der Seelen in jenen Ländern ge­wirkt, wo sein Name noch jetzt von Vielen mit dankbarer Liebe und Verehrung genannt wird.

Ganz besonders nahm er sich der Kinder an und suchte ihr Herz für den Saamen des göttlichen Wortes empfänglich zu machen, außerdem widmete er sich vornehm­lich dem Unterricht derer, die zur Taufe vorbereitet wurven. Und Gott segnete sichtbar seine Arbeit, was er selbst in einem Briefe einem Freunde in Halle mit großer Freude und innigem Danke erzählt. Der Zuwachs der tamulischen Ehristengemeine, schreibt er, in diesem ersten Jahre ist sehr erfreulich und besteht in 400 Seelen. Diese Nachricht, setzt er hinzu, hab' ich Ihnen im demüthigen Gefühle des Lobes unsres Gottes gegeben; ihm gebührt ja doch allein die Ehre und so war er immer gesinnt. - Alles Gute, was er hatte und was er that, schrieb er der göttlichen Gnade zu. Dabei war er unermüdet thätig. Von dem Augenblicke an, wo er früh aufstand und er genoß der nächtlichen Ruhe nur so lange, als cS Bedürfniß war bis er des Nachts zur Ruhe ging, war er bestrebt, auch das geringste Theilchen der Zeit nicht unbenutzt zu lassen zur eignen Ausbildung und zur Ausrichtung seiner heiligen Berufspflichten. Eine Folge dieser gewissenhaften Thätig­keit und der ihm von Gott verliehenen ausgezeichneten Gaben, die bald wahrgenommen wurden, und bei seinem friedlichen, bescheidenen Wesen ihm allgemeine Liebe und Hochachtung gewannen, war es, daß ihm schon im vierten Jahre nach seiner Ankunft in Ostindien die Aussicht und Leitung aller Christengemeinen und sämmtlicher Schulen übertragen wurde, welche südlich vom Flusse Cavery errichtet worden waren. Dies war die Veranlassung zu wiederholten