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trächtliche Summe jährlich bestimmte, und so entstanden eine Anzahl guter Schulen, die als eine Vorbereitung zur wei­tem Verbreitung des Christenthums betrachtet werden konn­ten, aus welchen spater nicht wenige Jünglinge hervor­gingen, die zum Besten des Landes wohlthätig wirkten. Der Rajah von Tanjore hatte ein solches Vertrauen zu dem edlen Schwach gefaßt, daß er einen Knaben, den er an Sohnes Statt angenommen hatte, ganz seiner väter- terlichen Fürsorge übergeben wollte, weil er meinte, daß dieser ihn am besten zu einem tüchtigen Manne bilden, und daß er bei ihm am besten ausgehoben seyn würde. Zwar konnte Schwartz aus diesen für ihn so ehrenvollen Antrag nicht ganz so eingehen, wie der Fürst es wünschte; aber er gab wenigstens seinen guten Nach zur Erziehung des Jünglings, und war gewiß mit die Veranlassung, daß der Bruder des Fürsten, nach dessen Wunsche, ihm ein von ihm selbst und seinen ersten Ministern unterzeichnetes Document übergab, durch welches der christlichen Schule und namentlich den Waisen in derselben, für ewige Zeiten «in Dorf mit einem jährlichen Einkommen von 500 Pagoden vermacht wurde.

Auf die englische Garnison zu Tanjore wirkte sein Einfluß so wohlthätig, daß die Soldaten nicht nur die Ecbauungsstunden zahlreich und fleißig besuchten; sondern auch durch ihr gutes sittliches Verhalten härtere körperliche Züchtigungen ganz unnöthig machten, die bisher gewöhnlich gewesen waren.

Die Noth des Landes dauerte übrigens fort, und der Gouverneur verordnete einen Ausschuß von vier Männern, um die Aufsicht über die Besorgung der Landesangelegen­heiten zu führen, von welchen Schwartz einer war, der auch diesen mit nicht geringer Sorge und Verantwortlichkeit verbundenen Auftrag, in seinem schon vorgerückten Alter, um des allgemeinen Besten willen, ohne Weigerung über­nahm. Dabei fuhr er fort zu predigen, zu unterrichten, zu katechisiren und die jüngern Missionare vorzubereiten; führte fortwährend die Oberaussicht über die Landschulen und emen ausgebreiteten Briefwechsel, und war überdies) zu jeder Stunde bereit, Armen und Reichen, Hohen und Nie­dern mit Rath und That zu dienen. Wenige aber wußten auch die Zeit so gut zu benutzen, als er, und je näher er