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ehrte das Andenken seines Lehrers und Freundes durch «inen Strom von Thränen und ein goldgesticktes Gewand, womit er den Leichnam bedeckte. Einige Jahre später ließ er ihm in seiner Hauptstadt ein marmornes Denkmal errichten, um, wie er in einem, deshalb an die Gesellschaft zur Beförderung christlicher Erkenntniß in London gerichteten Schreiben sagt, seine Achtung öffentlich zu erkennen zu geben, die er gegen den Charakter dieses großen und guten Mannes in seinem Herzen hege, und um die dankbaren Gefühle darzulegen, die er dem Vater, Freunde und Führer seiner Zugend schuldig sey.
Er nahm später auch die Missionare und die Christen überhaupt unter seinen besondern Schutz, und gründete nicht nur für die Erziehung heidnischer Kinder eine bedeutende Anstalt, sondern auch für 50 arme Christenkinder, was gewiß als eine Wirkung des wohlthätigen Einflusses zu betrachten ist, den der Unterricht und das Beispiel deS seligen Schwartz auf sein Gemüth gewonnen hatte.
So wirkte dieser fromme Mann noch lange nach seinem Tode im Segen, fort und wird immerdar fortwirken, wie sein Andenken ewig fortleben wird, dort, wo er mit apostolischem Eifer das Evangelium verkündigte und durch Liebe Aller Herzen gewann, und unter uns und überall, wo das Christenthum seine gläubigen Bekenner hat und das Gedächtniß derer geehrt wird, die es den Heiden gepredigt haben. —
Da in den Briefen, die Schwarz von Zeit zu Zeit, an seine Freunde geschrieben, sich ganz besonders seine Gesinnung ausspricht; so theilen wir hier noch einige derselben, die uns aufbewahrt worden sind, mit, die zugleich auch, wie wir meinen, vorzüglich crwecklich sind für Jeden, der sie liest, und lesen wird sie ja Niemand, dessen Herz nicht empfänglich ist für solche Worte.
Im Jahre 1757 schreibt er an einen Freund in Europa: „Möge der Hsrr meine Arbeit segnen! Gewiß ist, und ich lerne es täglich mehr, daß weder der da pflanzet noch der da begießet, etwas ist, sondern Gott, der das Gedeihen dazu giebt. Wer an sich selbst und an seiner eigenen Kraft im Missionsberufe verzweifelt unv in aller Demuth mit Gebet und Flehen auszieht, um das Verlorne zu suchen und auf den Früh - und Spatregen vom Herrn zu wartvn, der wird Segen empfangen von Gott und vor mancher