sonen, speisten >'n dem Hause des TraikemS der lateinischen Schule an Tafeln.

Die säinmllickien Waisenkinder, nel'st ihren Aussehern, Lehrer und L^brerinnei,, die Lehrer der deutschen .^ürgerschnlrri, die ^?konvn>ie Aufseher, Hauo^ermalrer, und jkassenrendant^n, die iHssiziaiite» der Buchhandlung, und der Avr'theke, nebst >n^ r'iincn untern Bedienten waren in Sem großen Speisesanl. des Waisenhauses an ll-'i Tafeln vertheilt Die beyden Direk­toren hielten sich wechselnd bald in der ersten, bald in der zwei­ten Tischgesellschaft auf.

Die Speisung war für alle gleich, und bestand au« drcy guten Schüsseln, reichlichem Kuchen und Wein.

Die allgemeine Stimmung zur herzlichen Fröhlichkeit hätt: die Aufheiterung durch Musik »»nöthig gemacht. Abec sie diente doch zur Begleitung der Tischlieder, welche statt deck Gebet« vor und noch der Mahlzeit, und dos Volkslied:

.Heil Friedrich Wilhelm Heil', welche« während der Mahlzeit, mit der innigsten Rührung ge-> sungen ward.

Mitten in dieser frohe» Stimmung kam uns die Königl. ZZ^thschaft zu, daß schon jetzt unsre ehrerbietigen Bitten, um die Unterstützung r eser Stillungen, auf eine Art erfüllet sey, welche unsre frvhesten Hoffnungen und Erwartungen bei wei­tem übertraf. ^!esen Sie hier selbst d,s Cabiners Sche iben, welches uns von einem unsrer rechtschaffnen Inspektoren Herrn KirckiNer, welcher den ausdrücklichen Befehl erhallen harte, «S erst um diese Zeit uns einzuhändigen, überreicht waid:

Würdige besonder« liebe Getreue. Die jetzt Eurer ein­sichtsvollen Direktion anvertrauten, ihrer En-stehung, Umfang und Wirkung noch so einzigen Stiftungen des unvergeßlichen'Franke, haben für den, ein ganzes Jalir^ hundert hindurch, aus eigenen Kräften dem Staate ge­leisteten, nicht zu berechnenden Z>e,itz?n, einen gegründe­ten Anspruch auf dessen Dank und thätige Unte, itüt-ung Zu ihrer sernern Erhaltung in ihrer ganzen bisherigen Wirksamkeit. Ich eile diese heilige Pflicht zu erfüllen. Und thue es mit desto größerem Vergnügen, seitdem ich diese Anstalten selbst näher kennen gele?nt habe, und da­durch zu den größten Erwartungen sir die Zukunft, de­ren Erfüllung mit Eure persönlnncii E ge>gchasten ver­bürgen, berechtigt worden bin. Das General? Direkto­rium erhält ch-ute teil Befehl, vom erste» Januar >8oc> an, jährlich Httoii Thlr. zum Unterhalt des Pädagog!! u»d Waisenhauses auszuzahlen, der Eiarsniirnsier von Massow über den Auftrag, für die zweckmäßigste Ver­wendung dieser zurii vierten Theil für da» Pädagogium bestimmten Summe, mir Eurem gutachil.men ^ruth zu soru/en. Der uneigennützige, redliche Et e? für' die A«l- Sung der Jugend, der von dem Vtificr bi« auf Euch,