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Die Waisenkinder versammelten sich am Morgen des 3ten August aur' der Platkeforme des Waisenhauses, "und fangen unter musikalischer Begleitung den Chvral:

»Gott, deiner Hülfe.freue sich ^ » Oer König allezeit, ir, ->

Sie wurden dabei an die Wohlthat dieses Tages, und an die Pflichten, welche er ihnen auflegte, von dem Oberinspektor sämmilicher deutschen Schulen Hr Ko schier ecinnerl-

Oie große Milde des Königl. Gebers halte es möglich ge­macht, den Befehl,

»eine gute Mahlzeit zu veranstalten,» auf alle, die in irgend einer Amts- oder Pflicht-Verbindung mit dem Waiscnhause stehen, auszudehnen. Den Tag vorher ward dies allen, nebst der Bestimmung und Ordnung des Fe­stes, bekannt gemacht. Auch war dafür geforgt, daß alles ge­sund, reichlich und schmackhaft zubereitet wurde.

Nach II Uhr kam die ganze Tischgesellschaft auf dem grö- 'ßern Versammlungssaal zustimmen. Sie bestand aus 621 Per­sonen. Auch hatten sich viele Zuschauer aus der Stadt cinge- sunden. Nachdem die zu diefer Fcycc besonders gedichteten und abgedruckten Lieder vertheilt waren, ward mit voller Be­gleitung von Blaßinstrunienien folgendes Lied gesungen.

Mcl. Nun danket alle Gott.

Regent der Welk, zu dir ^ Dem Gnädigen, dem Weisen, Steigt unfer Lobgesang ^ Dich deinuthevoll zu preisen. Es fleht ein treues Volk Für seines Königs Glück. Es blickt von Ihm auf dich Der uns Ihn gab, zurück.

Dein bester Seegen ist Ein Fürst, den Weisheit schmücket; Den keiner Hoheit Glanz Sein großes Ziel verrücket; Der unverführt vom Ruhm: Das Blut der Bürger schont. Der mild, gerecht und gut Was gut ist schützt und lohnt.

Der Unterdrückte flieht Zu dieses König.« Throne; Ein Vakerangesicht Deckt Diadem und Krone. Zu Seiner Kinder Haus Wird Sein beglücktes Land. Zum sanften Hirtcnstab Der Srepter Seiner Hand.