verlangen ihn nicht eher zum volkommenen Prediger, ehe u bevor eine
volkommene Confirmation, u rechte vocation von dem Könige verschaffen,
so wie ob Gott wil, sonder einige schwierigkeit, wenn Mhr. sich nur einmahl
sich nachmahls würde hören laßen, erlangen können, u mit weit
beßern fug, denn izzo. Denn der Superint. selber gesagt: Wenn er
hier were u ihm die scrupel benommen würde, so einige welt- u
übel gesinnete von meinen werthesten Freunde spargiret, u es sich in dem
nicht befinde, könte er der gesamten bürgerschaft verlangen nicht
abschlagen. Es ist ja nicht unmügl. was wir von Mhr. verlangen. Es ist
ja eine solche reise innerhalb 3. wochen, wenn es ja ihn hier nicht an-
ständig, hin u her abgelegt, u das auf Uns. Kosten. Da ich doch ge-
wiß bin, daß mit der hülfe Gottes er von hier nicht mehr kommen wird.
Wie wir denn nochmahls den Herrn sämtl. bitten, sich ie ehr ie lieber auf
die Reise zubegeben, damit manchen frommen herzen in der h. Zeit ein
gnüge geschehen u ihr verlangen gestillet werde. Mein liebster Herr Schars.
es geschiehet alles zu des großen Gottes Ehre, u viele, viele werden durch
ihn erbauet -
P. S. Beigehende briefe sind von 2. freunden u von Herrn D. Dohnell. Alle wer-
den mit mir eines lauts sein. Also bitte nochmahls – –
ohne seine praesenz können wir nichts thun.
Christoffer Neander N. den 27 9br. 97.
In hofnung deßen guten Gesundheit samt allen ersprießl. wohlergehen
von Gott dem Allerhöchsten, habe nicht umhin können, Mhr. das ver-
langen vieler freunde u Gönner alhier nach deßen persönl. gegen-
wart frdl. zueröfnen. Maßen ihm selbiges Unser ansinnen,
um zum 3. Pr. bei hiesiger deutschen Gemeine zuhaben, von Herrn
Erichs eine geraume zeithero hinterbracht sein wird, da es denn
blos, um zu weiter fortsezzung der sachen auf des Herrn gegenwart
(alß ohne welche selbige ihren erwünschten fortgang allerdinges
nicht erreichen können) hat beruhen müßen. Der hofnung
lebende, weil es Gottes werk, u deßen Ehre dran hanget, daß
nach Mhr. Gott gebe glükl. überkunft, die noch übrige hindernißen
gehoben, u alles in erwünschten stand gebracht werden dürfte.
Welches meinerseits nicht allein herzl. wünsche, sondern auch
den frommen Gott um beistand zu ausführung seines werks werde
erbitten helfen. – –
bei dieser gele