würde allezeit in Examina am ersten nach Quia gefragt. Ich
hingegen sagte; In Dörpt, da doch die Universität, geschehe es nicht.
Und sei noch neulig daselbst ein Prediger aus Deutschland (Herr M.
Ladow, so vorher in Herzberg bei Dresden an der Gemeine gedienet, u
nun Pastor in Pölwe worden) examiniret, aber nicht mit einem wort
von Qui. oder Qua. befraget, welcher auch sagt niemahls, alß er mir
selbst gesagt, von dieser quaestion gehöret, u doch schon mehr alß
in einer Gemeine gedienet. Item berief ich mich auf statl. Theologos
auch hier im lande, die eben so mit mir redten. U. wie nun darauf
der Superint. auf meine seite treten wolte; sagte Helwig; //ja// Wenn Ew.
Hochw. ihn selbst wollen überhelfen. etc (7.) kahm er wieder auf mein
Predigen, u sagte daß auch Herr Eschenburg, ein so stiller u frommer Mann,
sich an mir geärgert u gesagt; Man solte fast darüber verzagen
Rx nicht nur verzagen, sondern gar verzweifeln, an allen s. Vermögen
Kraft u eigener frömmigk. p damit der allein die Ehre behalte, deßen
Kraft in den schwachen mächtig. Führte an das Exempel des Hasselii
Past. Aul. in Coburg, über welchen der Fürst geklagt, daß er zu hart
predige, u wenn man so leben solte, müßte man gar verzweifeln.
Wie aber jener auf solche Verzweifelung (an all s. thun u Kräften)
etwa 5. wochen gewartet, sei er von neuen aufgetreten, u habe den
verzweifelt bösen schaden vorgestelt, welchen der Fürst darauf so
zu herzen genommen, daß er darauf gesegnet worden mit allerlei
Geistl. segen in himl. gütern durch Christum, u nun der Segen ferner,
darvor Gott gelobet sei! über das land komme. Und hiemit machte
das Consistor. mit mir ein ende, u lies mich bis auf weiteren bescheid gehen.
Indeßen wurde es weiter offenbahr was in manchen gestekt. Wie
denn Herr burgmeister Schwarz mir ein Carmen, so Salomo der bischof in Reval
wegen meiner Vocation non arida vena, sed arido fonte amoris ge-
macht u einen 3ten Prediger anzunehmen wiederrathen, zeigete, hin-
gegen seine Antwort wiese, wie numerus ternarius perfectior sei et ut
numero Deus impare gaudeat, u also meine Vocat. alß des 3ten Predigers
allerdinges noch würde urgiret werden. Worauf dieser klagte,
daß jener nun nicht weiter antworte, da sie doch so lange jahr her
waren vertraul. Freunde gewesen. So mußte durch mich scharten
in solche alte Freundschaft geschmiedet werden. Von Herrn Helwig
gedachte auch dazumahl ged. Herr Schwarz, wie er sich entschuldiget,
hingegen sagte; In Dörpt, da doch die Universität, geschehe es nicht.
Und sei noch neulig daselbst ein Prediger aus Deutschland (Herr M.
Ladow, so vorher in Herzberg bei Dresden an der Gemeine gedienet, u
nun Pastor in Pölwe worden) examiniret, aber nicht mit einem wort
von Qui. oder Qua. befraget, welcher auch sagt niemahls, alß er mir
selbst gesagt, von dieser quaestion gehöret, u doch schon mehr alß
in einer Gemeine gedienet. Item berief ich mich auf statl. Theologos
auch hier im lande, die eben so mit mir redten. U. wie nun darauf
der Superint. auf meine seite treten wolte; sagte Helwig; //ja// Wenn Ew.
Hochw. ihn selbst wollen überhelfen. etc (7.) kahm er wieder auf mein
Predigen, u sagte daß auch Herr Eschenburg, ein so stiller u frommer Mann,
sich an mir geärgert u gesagt; Man solte fast darüber verzagen
Rx nicht nur verzagen, sondern gar verzweifeln, an allen s. Vermögen
Kraft u eigener frömmigk. p damit der allein die Ehre behalte, deßen
Kraft in den schwachen mächtig. Führte an das Exempel des Hasselii
Past. Aul. in Coburg, über welchen der Fürst geklagt, daß er zu hart
predige, u wenn man so leben solte, müßte man gar verzweifeln.
Wie aber jener auf solche Verzweifelung (an all s. thun u Kräften)
etwa 5. wochen gewartet, sei er von neuen aufgetreten, u habe den
verzweifelt bösen schaden vorgestelt, welchen der Fürst darauf so
zu herzen genommen, daß er darauf gesegnet worden mit allerlei
Geistl. segen in himl. gütern durch Christum, u nun der Segen ferner,
darvor Gott gelobet sei! über das land komme. Und hiemit machte
das Consistor. mit mir ein ende, u lies mich bis auf weiteren bescheid gehen.
Indeßen wurde es weiter offenbahr was in manchen gestekt. Wie
denn Herr burgmeister Schwarz mir ein Carmen, so Salomo der bischof in Reval
wegen meiner Vocation non arida vena, sed arido fonte amoris ge-
macht u einen 3ten Prediger anzunehmen wiederrathen, zeigete, hin-
gegen seine Antwort wiese, wie numerus ternarius perfectior sei et ut
numero Deus impare gaudeat, u also meine Vocat. alß des 3ten Predigers
allerdinges noch würde urgiret werden. Worauf dieser klagte,
daß jener nun nicht weiter antworte, da sie doch so lange jahr her
waren vertraul. Freunde gewesen. So mußte durch mich scharten
in solche alte Freundschaft geschmiedet werden. Von Herrn Helwig
gedachte auch dazumahl ged. Herr Schwarz, wie er sich entschuldiget,