Schreiben an Herrn D Spener verstanden, welches Uns zwar nicht gut für-
komt, glauben aber Gott werde schon alles zum besten richten können.
Es ist Herr Philipp Michaelis noch zu Stokholm bei Herrn Wolthers fürnehmen
Kaufmann daselbst, der auch jüngst für dem Könige geprediget. Kan
er den durch briefe dahin disponieren in Moscoviam zu ziehen, u das Gute,
so er angefangen, fortzusezzen, so würde ichs für eine sonderbahre Gnade
Gottes rechnen, denn derselbige mensch hat sehr gute capacität, u könte
das Rectorat so ihm zugedacht worden, sehr wohl verwalten, u zweifele
ich nicht er würde bei alten u jungen daselbst großen Segen haben.
Von hier aus haben wir schon gesucht sein gemüth dahin zu disponiren.
Es lieget nun auf seinem Gewißen, daß er siehet, daß das Gute dort
recht fortgesezzet werde. Was machet doch der kleine Blumentrost von
dem mir ehemahls so viel gutes geschrieben? Sind sonst keine Kinder Gottes
da? Er zeige sie Uns doch mit nahmen an. Wenn sie doch nur einen
guten Rectorem wieder hätten. Wir wollen ihnen gern von hier einen
hinein schikken. Er grüße doch alle lieben Freunde u Kinder Gottes von Uns
mündllich u schriftl. Der Herr laße sein licht unter ihnen helle werden, u sezze auch Ihn zum Salz u licht unter ihnen. – Er schreibe doch
auch einmahl einen recht herzl. brief an seine liebe Mutter. Es
grüßen ihn alle bekante Freunde. Er sei stark in Gott. Denn die
freudigen Kämpfer hat Gott lieb. –
komt, glauben aber Gott werde schon alles zum besten richten können.
Es ist Herr Philipp Michaelis noch zu Stokholm bei Herrn Wolthers fürnehmen
Kaufmann daselbst, der auch jüngst für dem Könige geprediget. Kan
er den durch briefe dahin disponieren in Moscoviam zu ziehen, u das Gute,
so er angefangen, fortzusezzen, so würde ichs für eine sonderbahre Gnade
Gottes rechnen, denn derselbige mensch hat sehr gute capacität, u könte
das Rectorat so ihm zugedacht worden, sehr wohl verwalten, u zweifele
ich nicht er würde bei alten u jungen daselbst großen Segen haben.
Von hier aus haben wir schon gesucht sein gemüth dahin zu disponiren.
Es lieget nun auf seinem Gewißen, daß er siehet, daß das Gute dort
recht fortgesezzet werde. Was machet doch der kleine Blumentrost von
dem mir ehemahls so viel gutes geschrieben? Sind sonst keine Kinder Gottes
da? Er zeige sie Uns doch mit nahmen an. Wenn sie doch nur einen
guten Rectorem wieder hätten. Wir wollen ihnen gern von hier einen
hinein schikken. Er grüße doch alle lieben Freunde u Kinder Gottes von Uns
mündllich u schriftl. Der Herr laße sein licht unter ihnen helle werden, u sezze auch Ihn zum Salz u licht unter ihnen. – Er schreibe doch
auch einmahl einen recht herzl. brief an seine liebe Mutter. Es
grüßen ihn alle bekante Freunde. Er sei stark in Gott. Denn die
freudigen Kämpfer hat Gott lieb. –
Add.
Gel. br.
Ich grüße ihn von herzen, u wünsche ihn in allem Verrichtungen Gottes
Seegen. Sein andenken ist bei mir noch allezeit, als der von Gott
gebraucht wird, an solchen örtern zu arbeiten, da der Herr sendet seine
Auserwehlte. Er sei getrost u stark in seinem Heiland! Seine arbeit
findet er wieder am tage des Herrn Womit verharre
Ich grüße ihn von herzen, u wünsche ihn in allem Verrichtungen Gottes
Seegen. Sein andenken ist bei mir noch allezeit, als der von Gott
gebraucht wird, an solchen örtern zu arbeiten, da der Herr sendet seine
Auserwehlte. Er sei getrost u stark in seinem Heiland! Seine arbeit
findet er wieder am tage des Herrn Womit verharre
Sein
Mit liebe verbundener
Heinrich Julius Elers.
Weil ich in dem brief war erinnert, meiner Mutter wahr zu
nehmen, so schrieb ich auch ihr von 17 Maj. aus Narva also:
Ich habe lange nicht geschrieben, weil ich habe wollen warten, bis ich
etwas gewißes von meinem thun berichten könte. Da nun über 1. jahr
nehmen, so schrieb ich auch ihr von 17 Maj. aus Narva also:
Ich habe lange nicht geschrieben, weil ich habe wollen warten, bis ich
etwas gewißes von meinem thun berichten könte. Da nun über 1. jahr