sondern sein begegnete Feld u Garnison bedienung treulichen warte,
bis sich einsten eine Vacanz ereignete, daß er völlig darzu gelangte.
Versehen Uns hiemit zu ihm alß einen Diener Göttl. Worts u verord-
netem Predigern u Pastoren, er werde ins künftige seine anvertrauten
Seelen, so wohl mit der reinen lehre Göttl. worts, alß auch administri-
rung der Hochwürdigen Sacramenten nach der richtschnur Göttl. Worts
u der damit übereinstimmenden Augsp. Conf. u Evangelischen Luth. Kirchen
Ordnung durch Unsere Reise beordnung getreul. bedienen, alle
u iede sorgfältig unterrichten, Kranke u gefangene fleißig be-
suchen u trösten, u in allen seinen Amtsbedienungen, leben u wan-
del, sich so unsträflich erweisen, daß er iederman ein untadelhaf-
tes exempel eines Gottfürchtigen u Gewißenhaften Predigers sei.
Dorten aber an jenem tage vor Christi des Erzhirten Richterstuhl
alß ein Getreuer Knecht mit guter Verantwortung seines geführten
Amtes u Seelendienstes erscheine möge.
Damit er auch seiner treufleißigen arbeit einen gewißen genuß
u bestimtes Salarium, zu seinen ehrl. unterhaltung haben mag, so
versprechen wir ihm hiemit 120 rbl. Unsers Geldes Guter silber
münze zum jährl. Salario, welches ihn richtig sol gezahlet werden.
Und was sonsten die Accidentien von Taufen, trauen u begräb-
nißen vorfallen werden, werden ihm vergönnet u zugelaßen.
Nachdem nun alle angst wegen der II. vocation nach Narva vorüber,
so wurde mir doch von neuen bange wegen der Vocation nach
Riga. Die lieben Freunde daselbst hatten sichs herzl. so lange
Zeit angelegen sein laßen, mich zu sich zu ziehen, aber der Herr
zog mich doch zurük. Ein lieber Freund daselbst nahmens Mar-
ten Kröger hielt insonderheit unermüdet von einer Zeit zur
andern an, alß den 27 Apr. 98 schrieb er also:
– Wünsche daß der Große Gott, so ihn dieses noch unverbunden antrift, Sein
herz zu Uns lenken wolle, u Uns in kurzen mit seiner ankunft erfreuen
– – Könte viel schreiben auch von dem Verlangen anderer, die ihn nicht kennen
bis sich einsten eine Vacanz ereignete, daß er völlig darzu gelangte.
Versehen Uns hiemit zu ihm alß einen Diener Göttl. Worts u verord-
netem Predigern u Pastoren, er werde ins künftige seine anvertrauten
Seelen, so wohl mit der reinen lehre Göttl. worts, alß auch administri-
rung der Hochwürdigen Sacramenten nach der richtschnur Göttl. Worts
u der damit übereinstimmenden Augsp. Conf. u Evangelischen Luth. Kirchen
Ordnung durch Unsere Reise beordnung getreul. bedienen, alle
u iede sorgfältig unterrichten, Kranke u gefangene fleißig be-
suchen u trösten, u in allen seinen Amtsbedienungen, leben u wan-
del, sich so unsträflich erweisen, daß er iederman ein untadelhaf-
tes exempel eines Gottfürchtigen u Gewißenhaften Predigers sei.
Dorten aber an jenem tage vor Christi des Erzhirten Richterstuhl
alß ein Getreuer Knecht mit guter Verantwortung seines geführten
Amtes u Seelendienstes erscheine möge.
Damit er auch seiner treufleißigen arbeit einen gewißen genuß
u bestimtes Salarium, zu seinen ehrl. unterhaltung haben mag, so
versprechen wir ihm hiemit 120 rbl. Unsers Geldes Guter silber
münze zum jährl. Salario, welches ihn richtig sol gezahlet werden.
Und was sonsten die Accidentien von Taufen, trauen u begräb-
nißen vorfallen werden, werden ihm vergönnet u zugelaßen.
Nachdem nun alle angst wegen der II. vocation nach Narva vorüber,
so wurde mir doch von neuen bange wegen der Vocation nach
Riga. Die lieben Freunde daselbst hatten sichs herzl. so lange
Zeit angelegen sein laßen, mich zu sich zu ziehen, aber der Herr
zog mich doch zurük. Ein lieber Freund daselbst nahmens Mar-
ten Kröger hielt insonderheit unermüdet von einer Zeit zur
andern an, alß den 27 Apr. 98 schrieb er also:
– Wünsche daß der Große Gott, so ihn dieses noch unverbunden antrift, Sein
herz zu Uns lenken wolle, u Uns in kurzen mit seiner ankunft erfreuen
– – Könte viel schreiben auch von dem Verlangen anderer, die ihn nicht kennen