wochentlich in der Kirchen zuhalten von mir introduciret werden, allein hic haeret aqua.
(3.) Ist noch eine ja so wichtige ursach, davon ich aber keine deutl. explication machen
kan, ich nenne sie nur, neml. eine sehr besorgliche furcht merkl. verenderun-
gen unter Unserer bisher vielen freiheit genießenden deutschen Nation, u gebe Gott,
daß es nur bei dergleichen bleibe; ich besorge aber unsere in grund verdorbene
Nation sei bei nahe reif zu einer schweren strafe.
II. Hiernechst die person des insonderl. Vorschlag stehenden Herrn Scharschmids
insonderheit betreffend, so erklähre ich freimütig, daß ich noch in aller wenigsten
mich nicht bequehmen könne, denselben auch nur alß Collegam zu toleriren. Denn (1.) So habe ich zwar //wieder// denselben, ob er wohl ein gnug bekanter discipulus u adhaerente
der gnug bekanten viel unruhe in Uns. Evangelischen Kirche stiftenen Novatorum
ist, nichts geredet oder vorgenommen, weil er seine person dergestalt bishero auf-
geführet, daß meines urtheils in specie wieder ihn nichts gnug erhebliches zu
beschuldigung, streit oder öffentl. disput sich hat hervorgethan; Also daß ich bei
zweifelhaften Gewißen das beste von ihm nach der liebe zuurtheilen vor meine Christl.
pflicht geachtet habe. Deßen ich auch ehemahls ihm ein Gutes Zeugnis nach der
Narva zugeben willig gewesen, weil ich ihn in specie eines bekanten sonderl.
irthums oder auch UnChristl ärgerl. lebens zubeschuldigen keinen gültigen
grund zuhaben gerne bekenne. Jedennoch aber habe ich gleichwohl
auch den ersten argwohn abzulegen niemahls ursach gefunden, den ich
bei seiner ersten ankunft wieder ihn aus der Frankisch u Breithauptschen
Recommendation seiner person mit recht geschöpfet hatte, welchen meinen argwohn
ich ihm Herrn Scharschmid auch also bald deutlich eröfnet habe, alß er mir seine,
wie er saget, Göttl. Vocation an diesen fernen ortesehr hoch u fast läp-
pisch rühmete, aldieweil er das billig vor Göttlich halten mußte, was ihm
von solchen Hocherlauchteten Männern auferleget sei, die ihn schriflich anhero
zu kommen gerathen, mein Gehülfe oder Diaconus bei Uns. Kirchen zu werden.
Welcher argwohn nach der Zeit gewaltig bei mir vermehret ist, alß er sich
in der Narva verdächtig gemacht, u davor publicè in Consistorio erklähret
ist, aus zweien unverwerflichen rationibus, alß wegen (α) wegerung
Böhmens Ungöttl. grüllen bücher zuverwerfen (NB. wer verständig ist, wolle
doch nur Böhmens Mystericum Magnum von anfang lesen nur ein bogen
3. oder 4. denn weiter habe ich zulesen keine gedult haben können aus großen
(3.) Ist noch eine ja so wichtige ursach, davon ich aber keine deutl. explication machen
kan, ich nenne sie nur, neml. eine sehr besorgliche furcht merkl. verenderun-
gen unter Unserer bisher vielen freiheit genießenden deutschen Nation, u gebe Gott,
daß es nur bei dergleichen bleibe; ich besorge aber unsere in grund verdorbene
Nation sei bei nahe reif zu einer schweren strafe.
II. Hiernechst die person des insonderl. Vorschlag stehenden Herrn Scharschmids
insonderheit betreffend, so erklähre ich freimütig, daß ich noch in aller wenigsten
mich nicht bequehmen könne, denselben auch nur alß Collegam zu toleriren. Denn (1.) So habe ich zwar //wieder// denselben, ob er wohl ein gnug bekanter discipulus u adhaerente
der gnug bekanten viel unruhe in Uns. Evangelischen Kirche stiftenen Novatorum
ist, nichts geredet oder vorgenommen, weil er seine person dergestalt bishero auf-
geführet, daß meines urtheils in specie wieder ihn nichts gnug erhebliches zu
beschuldigung, streit oder öffentl. disput sich hat hervorgethan; Also daß ich bei
zweifelhaften Gewißen das beste von ihm nach der liebe zuurtheilen vor meine Christl.
pflicht geachtet habe. Deßen ich auch ehemahls ihm ein Gutes Zeugnis nach der
Narva zugeben willig gewesen, weil ich ihn in specie eines bekanten sonderl.
irthums oder auch UnChristl ärgerl. lebens zubeschuldigen keinen gültigen
grund zuhaben gerne bekenne. Jedennoch aber habe ich gleichwohl
auch den ersten argwohn abzulegen niemahls ursach gefunden, den ich
bei seiner ersten ankunft wieder ihn aus der Frankisch u Breithauptschen
Recommendation seiner person mit recht geschöpfet hatte, welchen meinen argwohn
ich ihm Herrn Scharschmid auch also bald deutlich eröfnet habe, alß er mir seine,
wie er saget, Göttl. Vocation an diesen fernen orte
pisch rühmete, aldieweil er das billig vor Göttlich halten mußte, was ihm
von solchen Hocherlauchteten Männern auferleget sei, die ihn schriflich anhero
zu kommen gerathen, mein Gehülfe oder Diaconus bei Uns. Kirchen zu werden.
Welcher argwohn nach der Zeit gewaltig bei mir vermehret ist, alß er sich
in der Narva verdächtig gemacht, u davor publicè in Consistorio erklähret
ist, aus zweien unverwerflichen rationibus, alß wegen (α) wegerung
Böhmens Ungöttl. grüllen bücher zuverwerfen (NB. wer verständig ist, wolle
doch nur Böhmens Mystericum Magnum von anfang lesen nur ein bogen
3. oder 4. denn weiter habe ich zulesen keine gedult haben können aus großen