u geschäften hülfe suche, gar um meine gesundheit kommen, u vor der Zeit
crepiren; alß habe ich mich auf seine persuasion, denn mir ohn dem ihr gemüth
vor andern bekant u gefällig, Sie mit diesen Zeilen ersuchen wollen,
Sie thun Gott u ihren nechsten die liebe, u verfügen sich mit ehester ge-
legenheit anhero, mir durch ihre erbaul. Predigten assistenz zu leisten.
Sie sollen nicht nur freie wohnung u Kost bei mir haben, sondern auch
am gelde so viel, als sie selbst meinen nötig zusein. Sie möchten vieleicht
deßfals an sich stehen es zu acceptiren, Weiln sie schon an ihren ort in
einem beruf, woselbst sie Gott u ihren nechsten dienenkönnen, allein
Sie belieben ohne beschwer in consideration zu ziehen, ob dieses nicht auch
Vocatio Divina, daß da der Höchste mich in einen solchen Zustand gesezzet,
der mich zwinget anderer hülfe zu bedienen, ich Sie vor andern herzl.
verlange, ja ich nicht allein, sondern auch andere, die durch ihr kurzes hier
sein, in ihre bekantschaft gerathen. U. wie solten sie nicht auch Gott
dienen können. Ja, welches noch mehr, da durch ihre Predigten so viele
irrige Selen könne Christo zugeführet werden. Sie laßen mir
hierauf, so schleunig alß müglich, eine antwort wiederfahren, damit
ich mich darnach richten könne. Würden sie selbst in person mir
eine erfreul. antwort bringen können, sehe ich es testo lieber, denn
izzund periculum in mora, denn ich schleunig mich um einen umsehen
muß, der mir sublevire, u zwar aufs wenigste 4 bis 6. jahr. In
Hofnung geneigter wilfährigk. verbleibe etc
P. S. Unser Corector hat Vocation nach Lande zum Compastorat. Vieleicht
daß man Sie, dafern sie beliebung tragen, dazu auch emploriren
kan, doch daß sie bei mir eine zeitlang in condition bleiben.
Ich habe gute hofnung, der fromme Gott werde ihr gemüth dazu dispo-
niren, daß sie meiner bitte wilfahren. Auch wil ihnen eine solche
gelegenheit hier einräumen, daß sie werden damit zu frieden
sein, u vieleicht mit der Zeit lebenslang bei mir bleiben können.
crepiren; alß habe ich mich auf seine persuasion, denn mir ohn dem ihr gemüth
vor andern bekant u gefällig, Sie mit diesen Zeilen ersuchen wollen,
Sie thun Gott u ihren nechsten die liebe, u verfügen sich mit ehester ge-
legenheit anhero, mir durch ihre erbaul. Predigten assistenz zu leisten.
Sie sollen nicht nur freie wohnung u Kost bei mir haben, sondern auch
am gelde so viel, als sie selbst meinen nötig zusein. Sie möchten vieleicht
deßfals an sich stehen es zu acceptiren, Weiln sie schon an ihren ort in
einem beruf, woselbst sie Gott u ihren nechsten dienen
Sie belieben ohne beschwer in consideration zu ziehen, ob dieses nicht auch
Vocatio Divina, daß da der Höchste mich in einen solchen Zustand gesezzet,
der mich zwinget anderer hülfe zu bedienen, ich Sie vor andern herzl.
verlange, ja ich nicht allein, sondern auch andere, die durch ihr kurzes hier
sein, in ihre bekantschaft gerathen. U. wie solten sie nicht auch Gott
dienen können. Ja, welches noch mehr, da durch ihre Predigten so viele
irrige Selen könne Christo zugeführet werden. Sie laßen mir
hierauf, so schleunig alß müglich, eine antwort wiederfahren, damit
ich mich darnach richten könne. Würden sie selbst in person mir
eine erfreul. antwort bringen können, sehe ich es testo lieber, denn
izzund periculum in mora, denn ich schleunig mich um einen umsehen
muß, der mir sublevire, u zwar aufs wenigste 4 bis 6. jahr. In
Hofnung geneigter wilfährigk. verbleibe etc
P. S. Unser Corector hat Vocation nach Lande zum Compastorat. Vieleicht
daß man Sie, dafern sie beliebung tragen, dazu auch emploriren
kan, doch daß sie bei mir eine zeitlang in condition bleiben.
Ich habe gute hofnung, der fromme Gott werde ihr gemüth dazu dispo-
niren, daß sie meiner bitte wilfahren. Auch wil ihnen eine solche
gelegenheit hier einräumen, daß sie werden damit zu frieden
sein, u vieleicht mit der Zeit lebenslang bei mir bleiben können.
Mit vorigen brief kahm zugleich von Herrn Erichs folgender an:Narva den 28 Mart 97.
Deßen Schr. von 22 Febr. ist mir wohl worden. Die meinung u wilfah-
rung in Uns. versuchen, an unterschiedl. wohlmeinende Herzen zu un-
terschiedl. wohl meinende Herzen zu ihrer großen Vergnügung ge-
zeiget, absonderl. dem Herrn burgm. Ritter Hern Rathsverw. Wulff, u
vielen andern redl. u wohlbegüterten Kaufleuten u Handwerkern.
Nunmehr wünschet ein ieder; Wolte Gott, er were hier. Denn
rung in Uns. versuchen, an unterschiedl. wohlmeinende Herzen zu un-
terschiedl. wohl meinende Herzen zu ihrer großen Vergnügung ge-
zeiget, absonderl. dem Herrn burgm. Ritter Hern Rathsverw. Wulff, u
vielen andern redl. u wohlbegüterten Kaufleuten u Handwerkern.
Nunmehr wünschet ein ieder; Wolte Gott, er were hier. Denn