Gel. Br. Ich halte es noch immer für eine sonderl. Führung Gottes,
daß er in Moscau kommen, u sähe wohl von herzen gern, daß er drinnen
bleiben, u dem Herrn eine Gemeine samlen möchte. Denn ich glaube
Gott werde mit ihm sein, u ihn stärken, daß er vieles zu S. heil. Nahmens
Ehre ausrichten könne. Obs sich gleich anfangs dazu anlaßen wolte,
so laße er sich nur nichts schrekken, sondern stärke seine Seele in der
Kraft J. C. durchs Gebeth. Wird ihm das nicht eine schöne Ehren
Krohne bringen, wenn er da im Glauben durchbricht, da noch keiner
vor ihm durchgebrochen? Er sei nur getrost u sehr freudig in
seinem Gott. Es ist izzo ein geschikter, verständiger u fromer
Studiosus nahmens Michaelis von hier nach Stokholm u Upsal gerei-
set, dahin er einen von den alumnis unsers Paedagogii, der von Stok-
holm bürtig geführet. Der were sehr geschikt, der Ruß. Nation
auch gute Dienste zuleisten. Solle nun Gl. br. eine gelegenheit für
ihn finden, hielte ich am besten, daß er nur immediate an ihn schriebe,
u ihn hinein beriefe, sich auf mich, daß ich ihn dazu vorgeschlagen,
beziehend, da man ihm denn zugleich die wichtigkeit der Sache vorstellen,
u ihn ermahnen müßte, sich nicht darüber mit fleisch u bluth, sondern
im Gebeth mit Gott zu besprechen. Sonst ist es schwer von hier leute
hinein zu schikken, sonderlich wenn keine Unkosten dazu herausgeschikket
werden. – – Wenn vornehme Rußen ihre Kinder wollen heraus
thun, so wollen wir sie gern in unsern Paedagogio informieren laßen in
Mathesi, Hist. Geogr. lingua lat. Gall. Ital. p Es würde ein Kind in allen
zu seinem jährl. unterhalt bedürfen 150 thlr, dafür es so gut könte
gehalten werden, alß andererleute deutscher vornehmer leute u Edel-
leute Kinder, die im Paedagogio sind. Dieses were ein mittel, dadurch
man der ganzen Nation einen nachdrükl. Dienst leisten könte. Herr
Ludolf ist izzo hier, u wird noch etl. monat hier bleiben. Der informiert
einige in der Russ. Sprache methodo facillima. Solten also
Russen zu Uns kommen, so würden sie schon finden, die ihre sprache ver-
stünden. Es solte mir eine große freude sein, der Nation also
zu dienen, u wolte ich durch Gottes Gnade denen Kindern ein rechter
Vater sein. Kan Gel. br. oder Herr D Blumentr., den ich im Herrn grüße,
etwas dazu contribuiren, so thun sie es im nahmen Gottes. Ich habe
auch nach Narva an Herrn Herbers geschrieben, daß ich künftig von den
daß er in Moscau kommen, u sähe wohl von herzen gern, daß er drinnen
bleiben, u dem Herrn eine Gemeine samlen möchte. Denn ich glaube
Gott werde mit ihm sein, u ihn stärken, daß er vieles zu S. heil. Nahmens
Ehre ausrichten könne. Obs sich gleich anfangs dazu anlaßen wolte,
so laße er sich nur nichts schrekken, sondern stärke seine Seele in der
Kraft J. C. durchs Gebeth. Wird ihm das nicht eine schöne Ehren
Krohne bringen, wenn er da im Glauben durchbricht, da noch keiner
vor ihm durchgebrochen? Er sei nur getrost u sehr freudig in
seinem Gott. Es ist izzo ein geschikter, verständiger u fromer
Studiosus nahmens Michaelis von hier nach Stokholm u Upsal gerei-
set, dahin er einen von den alumnis unsers Paedagogii, der von Stok-
holm bürtig geführet. Der were sehr geschikt, der Ruß. Nation
auch gute Dienste zuleisten. Solle nun Gl. br. eine gelegenheit für
ihn finden, hielte ich am besten, daß er nur immediate an ihn schriebe,
u ihn hinein beriefe, sich auf mich, daß ich ihn dazu vorgeschlagen,
beziehend, da man ihm denn zugleich die wichtigkeit der Sache vorstellen,
u ihn ermahnen müßte, sich nicht darüber mit fleisch u bluth, sondern
im Gebeth mit Gott zu besprechen. Sonst ist es schwer von hier leute
hinein zu schikken, sonderlich wenn keine Unkosten dazu herausgeschikket
werden. – – Wenn vornehme Rußen ihre Kinder wollen heraus
thun, so wollen wir sie gern in unsern Paedagogio informieren laßen in
Mathesi, Hist. Geogr. lingua lat. Gall. Ital. p Es würde ein Kind in allen
zu seinem jährl. unterhalt bedürfen 150 thlr, dafür es so gut könte
gehalten werden, alß anderer
leute Kinder, die im Paedagogio sind. Dieses were ein mittel, dadurch
man der ganzen Nation einen nachdrükl. Dienst leisten könte. Herr
Ludolf ist izzo hier, u wird noch etl. monat hier bleiben. Der informiert
einige in der Russ. Sprache methodo facillima. Solten also
Russen zu Uns kommen, so würden sie schon finden, die ihre sprache ver-
stünden. Es solte mir eine große freude sein, der Nation also
zu dienen, u wolte ich durch Gottes Gnade denen Kindern ein rechter
Vater sein. Kan Gel. br. oder Herr D Blumentr., den ich im Herrn grüße,
etwas dazu contribuiren, so thun sie es im nahmen Gottes. Ich habe
auch nach Narva an Herrn Herbers geschrieben, daß ich künftig von den