hier edirten erbaul. Dingen ein Paketl. über Lübek an ihn adressiren wolte,
so er an Gel. br. zubefordern, u wolten künftig durch solchen weg immer
etwas hirin übermachen. Gibt ihm iemand etwas dafür, so gehö-
rets unsern Armen, u könte nur an Herrn Herbers nach Narva übermachet
werden. Giebt ihm niemand was, wollen wir doch das überschikken
um deswillen nicht nachlaßen. Denn es ist nicht probabel, daß er
für Unsere armen in Mosc. solte eine richtige Steure samlen können.
Doch ist Gott alles müglich. Weil es so gar wol feil in Moscau ist,
möchten auch wohl die unkosten in Teutschland ihnen alzu uner-
trägl. vorkommen, des schrekl. weiten weges zu geschweigen. Aber
bei Gott ist kein ding unmüglich, u obs nicht geschehe, so were doch meine
Intention bei Gott angenehm, deßen Ehre ich allein suche. Die beiden
Herbers u. Herr Krebs, so hier studiret, sind nun zu Narva u also an den
Grenzen. Wenn die dergl. Information vor die jugend überneh-
men wolten, könte es denen Russen beqvemer fallen – –
Ich empfehle ihn der sanften liebe Jesu u verharre Sein Threubst.
so er an Gel. br. zubefordern, u wolten künftig durch solchen weg immer
etwas hirin übermachen. Gibt ihm iemand etwas dafür, so gehö-
rets unsern Armen, u könte nur an Herrn Herbers nach Narva übermachet
werden. Giebt ihm niemand was, wollen wir doch das überschikken
um deswillen nicht nachlaßen. Denn es ist nicht probabel, daß er
für Unsere armen in Mosc. solte eine richtige Steure samlen können.
Doch ist Gott alles müglich. Weil es so gar wol feil in Moscau ist,
möchten auch wohl die unkosten in Teutschland ihnen alzu uner-
trägl. vorkommen, des schrekl. weiten weges zu geschweigen. Aber
bei Gott ist kein ding unmüglich, u obs nicht geschehe, so were doch meine
Intention bei Gott angenehm, deßen Ehre ich allein suche. Die beiden
Herbers u. Herr Krebs, so hier studiret, sind nun zu Narva u also an den
Grenzen. Wenn die dergl. Information vor die jugend überneh-
men wolten, könte es denen Russen beqvemer fallen – –
Ich empfehle ihn der sanften liebe Jesu u verharre Sein Threubst.
Vor diesem aber hatte Herr D Spener von 28 Maj. 97. seine meinung
wegen Narva in folgenden geschrieben:Von Unserm zur rechten des Vaters erhobenen Heiland J. C.,
die gemeinschaft seines lebens, sieges u herligkeit, auch
reiches maaß seines Heil. Geistes!Insonders HoichgeEhrter Herr, u in unserm erstgebohrnen Bruder JesuGeliebter Freund.
Ich verehre billig die Göttl. wunderführung des himl. Vaters über dem-
selben diese paar jahr über, ob ich wohl bisher keine sichere gelegenheit
gewußt, nachdem derselbige in liefland gekommen, u sich von dar nach
Narva erhoben, brief fortzubringen, u mein Vergnügen darüber
zu bezeugen, wie auch nicht weiß, wie viel mir von der sicherheit die-
ses Schreibens versprechen könne: welches ich zwar über Königsb. fort
zubringen versuche. Indeßen sei derselbe gewiß, daß nicht unter-
laßen habe, noch künftig unterlaßen werde, seines lieben Nahmens
vor dem angesicht des Herrn in liebe zugedenken, welches nun von guter
Zeit das einige ist, damit meine liebe gegen die abwesende bezeugen kan.
Auf die vorige Schreiben wird nach verfloßener Zeit zuantworten, nicht
mehr nötig sein. Was aber das lezte von 3. Mart. anlanget, hat derselbe
selben diese paar jahr über, ob ich wohl bisher keine sichere gelegenheit
gewußt, nachdem derselbige in liefland gekommen, u sich von dar nach
Narva erhoben, brief fortzubringen, u mein Vergnügen darüber
zu bezeugen, wie auch nicht weiß, wie viel mir von der sicherheit die-
ses Schreibens versprechen könne: welches ich zwar über Königsb. fort
zubringen versuche. Indeßen sei derselbe gewiß, daß nicht unter-
laßen habe, noch künftig unterlaßen werde, seines lieben Nahmens
vor dem angesicht des Herrn in liebe zugedenken, welches nun von guter
Zeit das einige ist, damit meine liebe gegen die abwesende bezeugen kan.
Auf die vorige Schreiben wird nach verfloßener Zeit zuantworten, nicht
mehr nötig sein. Was aber das lezte von 3. Mart. anlanget, hat derselbe
von mir