Lysander et Rothfeld von 22. Maj.
– – Sonst ist uns lieb, daß wir ihre Sache in andern terminis finden. Doch
ist zuglauben u zubefürchten, daß die boßheit der menschen auch an dhr.
seine gewalt brauchen wird. Der Herr Herr aber wird Uns aus allem
übel erlösen. – –
ist zuglauben u zubefürchten, daß die boßheit der menschen auch an dhr.
seine gewalt brauchen wird. Der Herr Herr aber wird Uns aus allem
übel erlösen. – –
It. von 26 Maj:
Es verlangen die Freunde alhie, welche uns an dhr zu schreiben beordert,
gern eine deutl. antwort, weil aber solches aus dhr bis dato an Uns abge-
laßenem ihnen nicht berichten können, so würde es uns lieb sein, wenn die
antwort hierauf Uns dazu gelegenheit an die hand geben möchte, warum
denn freundl. ersuche. – – – Gleichwie nun das Verlangen derer die
dhr. br. Costi gern behalten, u derer die ihn hieher haben wollen, herzlich u
auf guten grund stehet, also werden sich beide parteien in den schranken
Göttl. willens zubescheiden wißen, u von deme den ausschlag erwarten.
Im übrigen wie verlauten wil, daß unter 2. Predigern schon eine nicht ge-
ringe jalousie sein sol, was würde nicht sein, wen der 3te darzu kömmt,
absonderlich wenn unter jenen eine Demetrianische furcht entstehet, u zweifeln
wir nicht, daß man auch hier dem Herren viel früchte schaffen könte – –
gern eine deutl. antwort, weil aber solches aus dhr bis dato an Uns abge-
laßenem ihnen nicht berichten können, so würde es uns lieb sein, wenn die
antwort hierauf Uns dazu gelegenheit an die hand geben möchte, warum
denn freundl. ersuche. – – – Gleichwie nun das Verlangen derer die
dhr. br. Costi gern behalten, u derer die ihn hieher haben wollen, herzlich u
auf guten grund stehet, also werden sich beide parteien in den schranken
Göttl. willens zubescheiden wißen, u von deme den ausschlag erwarten.
Im übrigen wie verlauten wil, daß unter 2. Predigern schon eine nicht ge-
ringe jalousie sein sol, was würde nicht sein, wen der 3te darzu kömmt,
absonderlich wenn unter jenen eine Demetrianische furcht entstehet, u zweifeln
wir nicht, daß man auch hier dem Herren viel früchte schaffen könte – –
Weil ich aber noch mit dem Consistori zuthun hatte, so konte ich keine völ-
lige resolution dorthin senden, sondern schrieb man müßte erst
hier den ausgang in der Sachen erwarten. Wie denn den 11 Maj.
die deutschen Pr. auf eben in lit. ad fratr. besagten weise in
Consistorio wieder mich agirten, aber die Sache noch nicht zu ende
brachten. Weil auch damahls Herr M Helwig befürchtete, so ich da
bliebe, es würden allerlei verdächtige bücher durch mich in die
stadt geführet werden, da ich iezt Frankens Einleitung zum Christenth.
(da ich denn fragte; ob er was dawieder hette? worauf er aber
schwieg) hette wieder auflegen laßen, u die libr. Symbol. Qua-
tenus conveniunt cum Scriptura S. nur annehmen wolte, dabei zubefürchten
das, was sonst von dem Interim gesagt; Interim hat einen schalk
hinter ihm p ging ich den 17. besonders zum Superint., expectorirte
mich wegen der libr. Symb. weiter, zeigte ihm die briefe von Past.
Jungio. Schradero u Herrn Comm. Kniper, welche anders alß ihr Rector
von mir zeugeten. wiese ihm bescheidentlich, wie ihre praxis in