Auch meldete sich in Wiberg sein Socius folgender gestalt von 10. Mart.
Gnade, barmherzigkeit u Friede sei mit Ihm von dem, da ist, u der da
war, u der da komt, u von J. C., welcher ist der treue u warhaftige zeuge, u Erst-
gebohrene von den todten, u ein Fürst der Könige auf Erden, der Uns geliebet
hat, u gewaschen von den sünden mit s. bluth, u hat Uns zu Königen u Priestern
gemacht für Gott u s. Vater, demselben sei Ehre u Gewalt, von Ewigk. zu Ew. Amen!
Mein in dem Herrn J. herzl. Gel. br. Nachdem ich von N. vernommen, das er sich izzo in Narva
aufhält u Gott lob! bei guter gesundheit sich befindet, so ist mir solches von her-
zen erfreul. gewesen, wil auch hoffen, daß Uns. liebster br. J. C. seiner Seelen
immer vereiniget bleiben wird, u sie in dieser Pilgrimschaft stärken, daß
sie bestehen möge wieder die listige anläufe des bösewichts, weil wir nicht
allei mit fleisch u bluth zu kämpfen, sondern mit fürsten u gewaltigen, neml.
mit dem Herrn der welt, der in der finsternis dieser welt herschet; So wünsche
ihm u allen Glaubigen, daß sie stehen mögen, umgürten ihre lenden
mit warheit, u angezogen mit dem Krebs der Gerechtigk. u an beinen #
gestiefelt, als fertig zutreiben das Evangelium des friedes, damit sie bereitet
sein. Vor allen aber wünsche ich, daß sie ergreifen mögen den schild
des Glaubens, mit welchen sie ausleschen mögen alle feurige Pfeile des bö-
sewichts, u daß sie nehmen mögen den Helm des Heils, u das schwert des Geistes,
welches ist das Wort Gottes. Ich habe mich seiner, Mein l. br, oft er-
innert, ob ich zwar eine kleine Zeit, seiner Gegenwart genoßen, so ist er doch
aus meinem herzen nimmer gekommen, denn ich gedenke noch allezeit an seine
erbaul. Gespräch, welches er in Riga oft gehalten, Wünsche auch daß der Herr
ihm geben möge mit freudigen muth sein Wort zureden. Er wolle ihm die
thür öfnen, daß er allezeit mit frucht reden möge an allen orten, wo er
hinkömt. Wenn es Gottes wille were, wünschte ich gern ihn zusprechen. Es
hat mich Gott von Riga hieher geführt an der deutschen Schreib u Rechenschule, al-
lein die Schwedischen Prediger seind feinde der deutschen, u können nicht
leiden, daß wir Christum in Uns. sprache denen menschen vortragen.
Es ist alhie M. l. br. Herr J. H. Lasius auf den Schloß, derselbe prediget zu
einigen Zeiten, was es aber vor feindschaft gesezzet, ist hier offenbahr.
Diese leute alhie solten Gott danken für seine Gnade, allein sie empfahen
dieselbe vergebl. u fürchte ich, daß der herr sie bald wegnehmen wird.
Es ist ganz u gar keine Gottesfurcht alhie, denn die leute leben alhie nach
dem laufe dieser welt, u das ärgste ist, daß sie es nicht erkennen wollen.
war, u der da komt, u von J. C., welcher ist der treue u warhaftige zeuge, u Erst-
gebohrene von den todten, u ein Fürst der Könige auf Erden, der Uns geliebet
hat, u gewaschen von den sünden mit s. bluth, u hat Uns zu Königen u Priestern
gemacht für Gott u s. Vater, demselben sei Ehre u Gewalt, von Ewigk. zu Ew. Amen!
Mein in dem Herrn J. herzl. Gel. br. Nachdem ich von N. vernommen, das er sich izzo in Narva
aufhält u Gott lob! bei guter gesundheit sich befindet, so ist mir solches von her-
zen erfreul. gewesen, wil auch hoffen, daß Uns. liebster br. J. C. seiner Seelen
immer vereiniget bleiben wird, u sie in dieser Pilgrimschaft stärken, daß
sie bestehen möge wieder die listige anläufe des bösewichts, weil wir nicht
allei mit fleisch u bluth zu kämpfen, sondern mit fürsten u gewaltigen, neml.
mit dem Herrn der welt, der in der finsternis dieser welt herschet; So wünsche
ihm u allen Glaubigen, daß sie stehen mögen, umgürten ihre lenden
mit warheit, u angezogen mit dem Krebs der Gerechtigk. u an beinen #
gestiefelt, als fertig zutreiben das Evangelium des friedes, damit sie bereitet
sein. Vor allen aber wünsche ich, daß sie ergreifen mögen den schild
des Glaubens, mit welchen sie ausleschen mögen alle feurige Pfeile des bö-
sewichts, u daß sie nehmen mögen den Helm des Heils, u das schwert des Geistes,
welches ist das Wort Gottes. Ich habe mich seiner, Mein l. br, oft er-
innert, ob ich zwar eine kleine Zeit, seiner Gegenwart genoßen, so ist er doch
aus meinem herzen nimmer gekommen, denn ich gedenke noch allezeit an seine
erbaul. Gespräch, welches er in Riga oft gehalten, Wünsche auch daß der Herr
ihm geben möge mit freudigen muth sein Wort zureden. Er wolle ihm die
thür öfnen, daß er allezeit mit frucht reden möge an allen orten, wo er
hinkömt. Wenn es Gottes wille were, wünschte ich gern ihn zusprechen. Es
hat mich Gott von Riga hieher geführt an der deutschen Schreib u Rechenschule, al-
lein die Schwedischen Prediger seind feinde der deutschen, u können nicht
leiden, daß wir Christum in Uns. sprache denen menschen vortragen.
Es ist alhie M. l. br. Herr J. H. Lasius auf den Schloß, derselbe prediget zu
einigen Zeiten, was es aber vor feindschaft gesezzet, ist hier offenbahr.
Diese leute alhie solten Gott danken für seine Gnade, allein sie empfahen
dieselbe vergebl. u fürchte ich, daß der herr sie bald wegnehmen wird.
Es ist ganz u gar keine Gottesfurcht alhie, denn die leute leben alhie nach
dem laufe dieser welt, u das ärgste ist, daß sie es nicht erkennen wollen.