wie die Gelehrtesten lehrer Uns. Zeit gelehret, neml. nur von einem
Guten Vorsaz. Führte an Esaj. 1. Rom. 7. Paulus sei wohl so heilig ge-
wesen, alß der Heil. Vater der Pietisten, u habe doch so sehr über seine
schwachheit Rom 7. geklaget, daß er nicht thun könne was er wolle.
It. Aus dem titul des buchs könte man sehen, daß es sei ein verfüh-
risch büchlein, weil es genennet; Gründliche Einleitung, da doch der
Sacramente alß des rechten Grundes darinn nicht gedacht. U. was
dergl. wieder die beständige nachfolge Christi ohn bestand der warheit
von einer Predigt zur andren von ihm fürgegeben wurde. Weil
ich nun das büchl. in Narva unter der Censur des Superint. Herr D Langen
hatte auflegen laßen, u unterschiedl. exemplar hereingeschikt, so
mußte ichs also mitentgelten, u bei vielen alß ein Verführer ange-
sehen sein. Doch fand sich ein u der andere in der (an der Alten Kirche)
Gemeine, so mich erkante alß warhaftig. Der Herr D. v. Kellermann hatte
meiner bei dem Dän. Envoye Mr Heins in allen guten gedacht,
der auch den 1. Aug. lies zu sich kommen, u mich würdigte in seine sonder-
bahre gewogenheit u freundschaft aufzunehmen, u mir sein hauß
u allen liebes dienst anboth, u sagte, daß wir alß Christen schuldig
weren nach dem exempel der Apostel u jünger //Christi// auch in gemeinschaft der
zeitl. Güter zu leben. Er versprach auch, mich seinem Könige zurecommendiren,
Und sagte, ich möchte nur aus dem sinn schlagen, hier an der Schulen Rector,
wie die rede were, zu werden, oder wieder nach Narva zugedenken.
Da sein König nun Holstein inne hätte, würden da statl. Pfarren
ins künftige zuvergeben sein etc Darauf trug er mir auf alle
Sontage vor Ihm auf den Gesanten Hofe, wie verdächtig mich auch
andere halten wolten, zupredigen, dazu ich denn auch den 28. 7br.
durch die Gnade Gottes daselbst den anfang machte. U. wie ich in-
deßen briefe aus Narva kriegte, wieder dorthin zu kommen, so rieth
(den. 20.) ged. Herr Envoye von Dennemark, den beruf dorthin, so er
erheblr. sei, alß hier, nicht eher anzunehmen, bis eine gewiße
bestallung gemacht were. Sonst hette er beschloßen, so ich solte hier
bleiben, mir vor sich jährl. 100 thlr zugeben. Müßte ich aber den
beruf nach Narva annehmen, so wolte er doch zusehen, daß ich
nicht lange dort bliebe, sondern vieleicht nach Copenhagen vocirt
würde. Ich bekahm aber den 19 7br 1698. unterschiedl. briefe
aus Narva, darinn ich von neuen dorthin verlanget wurde,
Guten Vorsaz. Führte an Esaj. 1. Rom. 7. Paulus sei wohl so heilig ge-
wesen, alß der Heil. Vater der Pietisten, u habe doch so sehr über seine
schwachheit Rom 7. geklaget, daß er nicht thun könne was er wolle.
It. Aus dem titul des buchs könte man sehen, daß es sei ein verfüh-
risch büchlein, weil es genennet; Gründliche Einleitung, da doch der
Sacramente alß des rechten Grundes darinn nicht gedacht. U. was
dergl. wieder die beständige nachfolge Christi ohn bestand der warheit
von einer Predigt zur andren von ihm fürgegeben wurde. Weil
ich nun das büchl. in Narva unter der Censur des Superint. Herr D Langen
hatte auflegen laßen, u unterschiedl. exemplar hereingeschikt, so
mußte ichs also mitentgelten, u bei vielen alß ein Verführer ange-
sehen sein. Doch fand sich ein u der andere in der (an der Alten Kirche)
Gemeine, so mich erkante alß warhaftig. Der Herr D. v. Kellermann hatte
meiner bei dem Dän. Envoye Mr Heins in allen guten gedacht,
der auch den 1. Aug. lies zu sich kommen, u mich würdigte in seine sonder-
bahre gewogenheit u freundschaft aufzunehmen, u mir sein hauß
u allen liebes dienst anboth, u sagte, daß wir alß Christen schuldig
weren nach dem exempel der Apostel u jünger //Christi// auch in gemeinschaft der
zeitl. Güter zu leben. Er versprach auch, mich seinem Könige zurecommendiren,
Und sagte, ich möchte nur aus dem sinn schlagen, hier an der Schulen Rector,
wie die rede were, zu werden, oder wieder nach Narva zugedenken.
Da sein König nun Holstein inne hätte, würden da statl. Pfarren
ins künftige zuvergeben sein etc Darauf trug er mir auf alle
Sontage vor Ihm auf den Gesanten Hofe, wie verdächtig mich auch
andere halten wolten, zupredigen, dazu ich denn auch den 28. 7br.
durch die Gnade Gottes daselbst den anfang machte. U. wie ich in-
deßen briefe aus Narva kriegte, wieder dorthin zu kommen, so rieth
(den. 20.) ged. Herr Envoye von Dennemark, den beruf dorthin, so er
erheblr. sei, alß hier, nicht eher anzunehmen, bis eine gewiße
bestallung gemacht were. Sonst hette er beschloßen, so ich solte hier
bleiben, mir vor sich jährl. 100 thlr zugeben. Müßte ich aber den
beruf nach Narva annehmen, so wolte er doch zusehen, daß ich
nicht lange dort bliebe, sondern vieleicht nach Copenhagen vocirt
würde. Ich bekahm aber den 19 7br 1698. unterschiedl. briefe
aus Narva, darinn ich von neuen dorthin verlanget wurde,