Er aber ged. Marten Kröger hatte samt Herrn Lysander u Rotfeld den 28. 10br
98. also geschrieben
Bin ersuchet worden von Guten Freunden, insonderheit mit wenigen zugeden-
ken, daß dhr Sup. Fischer den Herrn ersuchet, weil er denen Narvern zugefallen
eine verlohrne reise gethan, er vielmehr sich nun nach Riga mit ehester gele-
genheit begebe, weil dhr. Super. von herzen lust hat ihn zusprechen vor seiner
reise die er innerhalb 6. wochen fortsezzen wil. – – also bitte von herzen u
wünsche, daß der höchste sein herz zu Uns richten wolle. – –
98. also geschrieben
Bin ersuchet worden von Guten Freunden, insonderheit mit wenigen zugeden-
ken, daß dhr Sup. Fischer den Herrn ersuchet, weil er denen Narvern zugefallen
eine verlohrne reise gethan, er vielmehr sich nun nach Riga mit ehester gele-
genheit begebe, weil dhr. Super. von herzen lust hat ihn zusprechen vor seiner
reise die er innerhalb 6. wochen fortsezzen wil. – – also bitte von herzen u
wünsche, daß der höchste sein herz zu Uns richten wolle. – –
Marten Kröger
Lysander et Rothfeld alß Gezeugen.
Auch schrieb Herr M. Liborius Depkin den 4. jan. also:
Ich hätte gemeinet, denselben zu einem Kirchendienste in Narva zugratuliren,
wie davon alhier spargiret worden. Vernehme aber, daß es damit noch
zu keiner richtigkeit gekommen, u Mhr. sich annoch iezt in der Moscau auf-
halte. Wünschte dannenhero, daß wir Mhr. hier hätten, wonach auch dhr Gen
Super. Verlangen hat. Vieleicht würde es mehr fruchten, u eher gelegenheit
geben dem Herrn in seinem Weinberge zudienen. Hie giebt es fast viele
Christl. u heilbegierige herzen, aber wenige rechtschaffene manuductores.
Dhr. Gen. Sup. ist wenig zur stelle, u hat man niemand, der in seiner ab-
wesenheit seine stelle vertrit u mit nuzzen prediget. Derohalben ein ieder,
der einige käntnis an Mhr. hat, sich sonderlich nach demselben sehnet.
Welches ich denn für ein stük Göttl. berufs ansehe, den man wohl zu
observiren hätte. Auch versichert dhr. G. Superint. für Mhr. aufs beste zu
sorgen, daß seine wolfarth nicht pacclitire. Welches Gott insonderheit thun
wird, da man seinem winke zufolgen bereit ist. Sonst gedenket dhr. G. S.
innerhalb 6. wochen zureisen, u were es am besten, wenn Mhr. zu der herreise
resolviren solte, daß man dhr. G. S. vor s. reise spreche. Gott schikke es alles
nach s. heil. willen! Ich meines orts würde mich herzl. freuen, einen solchen
Christl. u redl. Freund so nahe zuhaben u mich iederzeit zu erweisen bemühet
sein alß – –
wie davon alhier spargiret worden. Vernehme aber, daß es damit noch
zu keiner richtigkeit gekommen, u Mhr. sich annoch iezt in der Moscau auf-
halte. Wünschte dannenhero, daß wir Mhr. hier hätten, wonach auch dhr Gen
Super. Verlangen hat. Vieleicht würde es mehr fruchten, u eher gelegenheit
geben dem Herrn in seinem Weinberge zudienen. Hie giebt es fast viele
Christl. u heilbegierige herzen, aber wenige rechtschaffene manuductores.
Dhr. Gen. Sup. ist wenig zur stelle, u hat man niemand, der in seiner ab-
wesenheit seine stelle vertrit u mit nuzzen prediget. Derohalben ein ieder,
der einige käntnis an Mhr. hat, sich sonderlich nach demselben sehnet.
Welches ich denn für ein stük Göttl. berufs ansehe, den man wohl zu
observiren hätte. Auch versichert dhr. G. Superint. für Mhr. aufs beste zu
sorgen, daß seine wolfarth nicht pacclitire. Welches Gott insonderheit thun
wird, da man seinem winke zufolgen bereit ist. Sonst gedenket dhr. G. S.
innerhalb 6. wochen zureisen, u were es am besten, wenn Mhr. zu der herreise
resolviren solte, daß man dhr. G. S. vor s. reise spreche. Gott schikke es alles
nach s. heil. willen! Ich meines orts würde mich herzl. freuen, einen solchen
Christl. u redl. Freund so nahe zuhaben u mich iederzeit zu erweisen bemühet
sein alß – –
Merten Kröger den 4. jan.
Da dhr. GS. gehöret, daß dhr. noch in Moscau alß eine privat person sich aufhielte,
war er gleich resolvirt, Mhr. von herzen bei sich zuhaben, u sonderl. sich mit ihn zu
besprechen vor s. abreise – – – Es vermeinet dhr. Sup. daß es dem Herrn nüzl. were,
war er gleich resolvirt, Mhr. von herzen bei sich zuhaben, u sonderl. sich mit ihn zu
besprechen vor s. abreise – – – Es vermeinet dhr. Sup. daß es dem Herrn nüzl. were,