wenn er so beschaffen were, wie ich al gedacht hätte, so were er allerdings nicht wür-
dig die h. Canzel weiter zubetreten. Darauf läßt er die Zunge die ganze Pre-
digt durch statl. wieder mich laufen, schiebet mich, weiß nicht unter was vor Phan-
tasten u Schwermer, nennet mich der Pietisten Handlanger p Dom. Miser. Einen
schmähVogel p u solchergestalt fähret er nun in seinen Predigten fort. Saget, wie
die Pietisterei aus 10. Schwermereien, so schon vor ihnen gewesen, bestehe. Wie sie
sei in der Grafschaft Schwarzburg verworfen, da er auch ein Edict, so dort sol wie-
der sie gemacht sein, von der Canzel abgelesen. Er wiederlegt die Weigelianer, Phan-
tastische Böhmisten, die Zuhörer zu überreden, mich auch unter dero Zahl zurechnen. It.
Vor 20 Jahren weren allerlei Phantastische, also Böhmens bücher in Moscau hereinge-
bracht. Vor 10 Jahren hätte Kuhlmann seine schwärmerei herfürgebracht, über
welchen er u sein Colleg. damahls censiret hätten, derselbe aber sei verbrandt wor-
den. U. izzo kähme vom neuen die Phantasterei u schwermerei hervor, wie denn
das verführische büchlein (Einleitung zum Christenthum) /. Scarteke hin u wieder aus-
gestreuet sei p Eben an dem tage Dom. Quasimodogeniti brach Herr Schrader
zugleich mit jenem auch los, da alle hofnung, so man ehemahls von ihm gefaßt,
auf einmahl verschwandt, nennete mich zwar nicht alß jener, sondern machte
es nur so, alß M Hesse Gel. Br. in Erfurt gethan. Hinc eaedem lacrimae?
Er sagte, wie juxta Esaj 57,19 friede zu predigen sei, aber da were mancher Ver-
führer der unfriede zustiften suchte, u wenns ihm nicht anginge in einer
stadt die Kirche zu verwirren, so fange ers vom neuen an einem andern ort
an: Wie denn auch draußen die Neulinge, u bei sich selbst kluge vom
neuen sich herfür thäten, u die Kirche Gottes verunruhigten durch anführung
ihres Patriarchen, in den leider schon bereit in Berlin der Gift sich ausgebrei-
tet, da man auch den beichtstuhl p wolle abgeschaft haben, selbigen gift
aber müße man beizeiten kräftig, kräftig, (schlug dabei etl. mahl mit
der hand auf die Canzel) wiederstehen. Sagte; ob man gleich einen solchen
Verführer nicht könne ins herz sehen, u deswegen so ließe mit zum Abendmahl
gehen, so könten doch Sie (die Prediger) wohl zusammen thun u einen solchen
Verführer, deßen boßheit herfürbreche, ausschließen u in den bann thun.
Dom. Misericord. gedachte er eines einschleichenden miedlings, der sanf u frdl.
redte, aber unter dem schafpelz den wolf hätte, stellte sich alß ein schaf,
sei aber vom wolfe draußen ausgesant. Nach der Predigt behielt er, (wie
er sonst nicht gethan, noch geredt) auch allen denen ihre sünde, welche die Kirche
dig die h. Canzel weiter zubetreten. Darauf läßt er die Zunge die ganze Pre-
digt durch statl. wieder mich laufen, schiebet mich, weiß nicht unter was vor Phan-
tasten u Schwermer, nennet mich der Pietisten Handlanger p Dom. Miser. Einen
schmähVogel p u solchergestalt fähret er nun in seinen Predigten fort. Saget, wie
die Pietisterei aus 10. Schwermereien, so schon vor ihnen gewesen, bestehe. Wie sie
sei in der Grafschaft Schwarzburg verworfen, da er auch ein Edict, so dort sol wie-
der sie gemacht sein, von der Canzel abgelesen. Er wiederlegt die Weigelianer, Phan-
tastische Böhmisten, die Zuhörer zu überreden, mich auch unter dero Zahl zurechnen. It.
Vor 20 Jahren weren allerlei Phantastische, also Böhmens bücher in Moscau hereinge-
bracht. Vor 10 Jahren hätte Kuhlmann seine schwärmerei herfürgebracht, über
welchen er u sein Colleg. damahls censiret hätten, derselbe aber sei verbrandt wor-
den. U. izzo kähme vom neuen die Phantasterei u schwermerei hervor, wie denn
das verführische büchlein (Einleitung zum Christenthum) /. Scarteke hin u wieder aus-
gestreuet sei p Eben an dem tage Dom. Quasimodogeniti brach Herr Schrader
zugleich mit jenem auch los, da alle hofnung, so man ehemahls von ihm gefaßt,
auf einmahl verschwandt, nennete mich zwar nicht alß jener, sondern machte
es nur so, alß M Hesse Gel. Br. in Erfurt gethan. Hinc eaedem lacrimae?
Er sagte, wie juxta Esaj 57,19 friede zu predigen sei, aber da were mancher Ver-
führer der unfriede zustiften suchte, u wenns ihm nicht anginge in einer
stadt die Kirche zu verwirren, so fange ers vom neuen an einem andern ort
an: Wie denn auch draußen die Neulinge, u bei sich selbst kluge vom
neuen sich herfür thäten, u die Kirche Gottes verunruhigten durch anführung
ihres Patriarchen, in den leider schon bereit in Berlin der Gift sich ausgebrei-
tet, da man auch den beichtstuhl p wolle abgeschaft haben, selbigen gift
aber müße man beizeiten kräftig, kräftig, (schlug dabei etl. mahl mit
der hand auf die Canzel) wiederstehen. Sagte; ob man gleich einen solchen
Verführer nicht könne ins herz sehen, u deswegen so ließe mit zum Abendmahl
gehen, so könten doch Sie (die Prediger) wohl zusammen thun u einen solchen
Verführer, deßen boßheit herfürbreche, ausschließen u in den bann thun.
Dom. Misericord. gedachte er eines einschleichenden miedlings, der sanf u frdl.
redte, aber unter dem schafpelz den wolf hätte, stellte sich alß ein schaf,
sei aber vom wolfe draußen ausgesant. Nach der Predigt behielt er, (wie
er sonst nicht gethan, noch geredt) auch allen denen ihre sünde, welche die Kirche