Gottes verunruhigen u verwirren. Dom. jubilate in turba: Ihr aber werdet traurig p
contra impios superbos, die mit ihrem Drek wollen oben sein, brüsten sich, bringen
mit unrecht viel gut an sich, welche man nur solte fahren laßen, weil sie viel-
mehr nur zubeklagen weren, u nur bitten, daß ihnen Gott ein Unglück zuschikke,
ob sie dadurch noch etwa könten bekehret werden etc (haec vid. contra Blumentr) Hierüber
entstehet nun in beiden Gemeinen große Zerrüttung. Ich u der liebe Alte
Herr D Blumentrost mußen so wohl auf der Canzel directèalß u indirectè, alß auch in
denen häusern herhalten, u sol mir, weiß nicht womit, gedreuet werden. Gott
aber der Gedult u des trostes wird auch solches alles helfen überwinden. Und kehre
ich mich an Vaget. schreien, schmähen u schelten nicht. Weil es eben so viel ist, alßwenn
ein Kind ins bette geschißen, u greulich anfängt zurufen u zuschreien, darüber
viele im Hause zulaufen, meinende das arme Kind sei von andern etwa geschlagen
u beschädiget, befinden aber nachgehends nach untersuchung, daß das Kind sich selbst
verunreiniget, u noch darzu so wohl deswegen, alß auch wegen seines heslichen
schreiens die ruthe verdienet habe. Machet einem die Welt manchmahl ein
ständchen vor die nase, so ist es nachgehends testo angenehmer, wenn Uns Christus
mit seinem balsam stärket u erfrischet. Auf unehre folget Herligkeit. Was
also meine person anlanget, so mag er immerhin läßtern u verkezzern, ich hoffe
es sol mir nichts schaden, sondern vielmehr gereichen zu mehrer beförderung
so wohl in meinem Christenthum, alß auch bei andern. Nur scheinet fast nö-
tig zu sein bei der Gemeine, so viel an Uns ist, zuverhüten, daß das Argerniß
durch unser stilschweigen nicht vergrößert, u die Ehre Gottes verringert werde,
deswegen bitte Gel. Br. helfe mit beten u rathen. Ich bin fast schlüßig eine
Verantwortung meiner unschuld aufzusezzen. Zuzeigen (I.) daß ich die
warheit geprediget u gethan was auch einem Studioso pro Cathedra (etl. hatten
gesagt, ich hätte zu deutl. geredt, welches einem Studioso nicht zukähme) ja einem
ieden Christen anderwerts Kraft des Geistl. Priesterthums zu thun gebühre.
Wo die eigenschaft des Glaubens erzehlet wird, da muß auch des Unglaubens
gedacht werden. Quia opposita juxta se posita magis eluc[idant]. Vitia autem esse de-
scribenda (1) secundum se (2) ab opposita virtute (3.) à connexis, Consequentibus et
effectis. In den schranken sei ich geblieben, u habe nicht excediret. Were ie-
mandes herz entdekket worden, so sei es dem H. Geistt u s. wort (Hebr 4,12)
welches in denen frommen Act 2,37 u bösen Act. 7, 54. kräftig ist, zuzu-
schreiben. Dahero könne auch nicht einmahl eine übele muthmaßung oder
Verdacht auf mich gezogen werden. Sed et praesumtio ibi stat contra praeferente.
contra impios superbos, die mit ihrem Drek wollen oben sein, brüsten sich, bringen
mit unrecht viel gut an sich, welche man nur solte fahren laßen, weil sie viel-
mehr nur zubeklagen weren, u nur bitten, daß ihnen Gott ein Unglück zuschikke,
ob sie dadurch noch etwa könten bekehret werden etc (haec vid. contra Blumentr) Hierüber
entstehet nun in beiden Gemeinen große Zerrüttung. Ich u der liebe Alte
Herr D Blumentrost mußen so wohl auf der Canzel directè
denen häusern herhalten, u sol mir, weiß nicht womit, gedreuet werden. Gott
aber der Gedult u des trostes wird auch solches alles helfen überwinden. Und kehre
ich mich an Vaget. schreien, schmähen u schelten nicht. Weil es eben so viel ist, alßwenn
ein Kind ins bette geschißen, u greulich anfängt zurufen u zuschreien, darüber
viele im Hause zulaufen, meinende das arme Kind sei von andern etwa geschlagen
u beschädiget, befinden aber nachgehends nach untersuchung, daß das Kind sich selbst
verunreiniget, u noch darzu so wohl deswegen, alß auch wegen seines heslichen
schreiens die ruthe verdienet habe. Machet einem die Welt manchmahl ein
ständchen vor die nase, so ist es nachgehends testo angenehmer, wenn Uns Christus
mit seinem balsam stärket u erfrischet. Auf unehre folget Herligkeit. Was
also meine person anlanget, so mag er immerhin läßtern u verkezzern, ich hoffe
es sol mir nichts schaden, sondern vielmehr gereichen zu mehrer beförderung
so wohl in meinem Christenthum, alß auch bei andern. Nur scheinet fast nö-
tig zu sein bei der Gemeine, so viel an Uns ist, zuverhüten, daß das Argerniß
durch unser stilschweigen nicht vergrößert, u die Ehre Gottes verringert werde,
deswegen bitte Gel. Br. helfe mit beten u rathen. Ich bin fast schlüßig eine
Verantwortung meiner unschuld aufzusezzen. Zuzeigen (I.) daß ich die
warheit geprediget u gethan was auch einem Studioso pro Cathedra (etl. hatten
gesagt, ich hätte zu deutl. geredt, welches einem Studioso nicht zukähme) ja einem
ieden Christen anderwerts Kraft des Geistl. Priesterthums zu thun gebühre.
Wo die eigenschaft des Glaubens erzehlet wird, da muß auch des Unglaubens
gedacht werden. Quia opposita juxta se posita magis eluc[idant]. Vitia autem esse de-
scribenda (1) secundum se (2) ab opposita virtute (3.) à connexis, Consequentibus et
effectis. In den schranken sei ich geblieben, u habe nicht excediret. Were ie-
mandes herz entdekket worden, so sei es dem H. Geistt u s. wort (Hebr 4,12)
welches in denen frommen Act 2,37 u bösen Act. 7, 54. kräftig ist, zuzu-
schreiben. Dahero könne auch nicht einmahl eine übele muthmaßung oder
Verdacht auf mich gezogen werden. Sed et praesumtio ibi stat contra praeferente.