u wie einerlei serra suspicionis et Obtrectationis von Narva bis hieher
gezogen werde, aber dennoch nicht verzagt, sondern Getrost! Ich gewins
wer nur wil wetten.
Wie aber beide Schrader u Vaget. solcher gestalt in ein horn bliesen,
u einer dem andern die hand wieder mich both, so ließen nicht
nur die, so mich zum Reise Prediger Diaconum u Inspect. Scholae wolten
haben, nicht nur die hände ziemlich sinken, sondern ich wurde bei vielen
verlachet u mußte ein verachtet lichtlein sein für den gedanken der
stolzen, u stand da alß einer daran sie sich ärgerten. Einige hatten
gedreuet mich bei den Patriarchen anzugeben, daß ich zum wenigsten
solte aus dem lande geschaft werden It. Es solte meinetwegen nicht
etwa ein Liefl. sondern ein Sächsisch Ministerium consulirt werden,
das würde schon sagen, wer ich sei. Einer hatte es hoch aufgemuzt,
daß ich des Athanasii bekentnis verworfen: (mochte vieleicht ge-
hört haben daß ich in Narv. die Libr. Symb. nur per Quat. wolte annehmen)
Hingegen wagten doch einige u faßten ein Vertrauen zu mir. Die
beide Russen Herr Wiesolowski u Schaffirow vertrauten mir zu der Zeit ihre
Söhne. Doch stellte jener, deßen Sohn ich schon vorher ehe ich war nach Narva
gangen, hatte informiret, diese puncte vor (1.) ich möchte nicht eben vom
Christenthum so viel mit ihnen reden, denn wir weren doch schon Christen (2.)
solte sie nur im latein perfect machen (3.) sagen wie viel Zeit darzu erfor-
dert würde (4.) wie viel ich dafür haben wolte. Außer denen untergab
mir ein u ander Deutsche seinen Sohn. U. eben da ich damit umging
nach Riga zu gehen, kahm, einer nach dem andern, darunter der lezte Petrus
Herr Werners Müllers Sohn. U. ob ich gleich nur noch einige tage in Moscau
zubleiben gedachte, so nahm mich doch für, keinen abzuweisen, sondern
hielt dafür, wenn auch nur einige stunden von mir zu ihrer unter-
richtung angewendet würden, so würde doch Gott solches nicht ungesegnet
sein laßen, welches der Gnädige Gott insonderheit an dem lezten gethan,
der sich so zu mir gehalten, daß er hernach auch mit nach Deutschl. gegan-
gen, in Halla einige Jahr studiret, u der Erstling worden alhier unter
denen Deutschen gebohrn, der 1705 Dom. Palmarum in Uns. Neuen Kirchen
zu vieler erbauung geprediget. Auch wurde ich durch Monsieur Glebow ersucht
des Bojarn Narisci Sohn zu informiren, doch solte ich zu ihn, ins hauß zie-
hen, so aber wegen vorhabender Reise u daß ich auch Herr D Blumentr //hauß// nicht
verendern wolte, nicht konte angehen. Es sagte jener, sie hätten den vorigen