sind worte, die in Mhr. eigenen Briefe stehen. Nun mehr hat Gott es ausgeführet,
u siehet dhr. klahr, wie der redl Herr Mag. selber kommen muß u bitten, daß dhr.
kommen möchte, da er zuvor die einzige hinderung gewesen. So komt Gott, ehe
wir Uns versiehen u läßet uns viel gutes geschehen. Nun sei dhr. so gütig gegen
uns. Gemeine, die wir izzo alß schafe sonder Hirten sein, Erbarme sich über
selbe, u komme nochmahls über. Es ist zwar mühesam, allein laße dhr. sich nichts
verdrüßen üm die erweiterung des Reichs Christi zubefordern, sondern mache sich
sofort auf empfl. dieses auf. Ich wil nicht hoffen, daß sie sich anders wohin ver-
bunden haben, sondern Uns zu Uns. großen Freude mit dero gegenwart erfreuen.
Die Conditio, wie dhhl. BurgGr. bericht, ist, daß er Herrn Herbers officium verrichten
soll, so wohl auf der Canzel alß auch im beichtstuhl. Dabei sol dhr. vom Rath ha-
ben den ConRector Dienst vor erst – – Die Gemeine bleibet bei
ihrer vorigen Verbindung. U. freien tisch u kammer hat dhr. bei mir. Ach
wie lieblich wollen wir mit einander leben, so der Herr Uns das leben gönnet.
Herr M. Herbers schikte dieses u andere Freunde, was weiter folget,
zugleich mit.
Jesum zum Gruß !
Da meine unpäßligkeit mich zwinget eine Reise nach Deutschland
diese aber die zukünftige woche G. G. zu thun, Sind viele aus Uns. Gemeine
daher veranlaßet worden, mich zuersuchen, ich möchte allen fleiß an-
wenden, um einen solchen menschen in meine stelle zuverordnen,
der selbige mit aller treu u redligkeit verwalten, Gottes Ehre u
der Gemeine ihre erbauung einig u allein suchen möchte. Es
verbindet mich ebenfals hiezu nicht so wohl die Kirchen Ordnung, alß in-
sondernheit mein Gewißen, als welches stets mit nachdruk mich erin-
nert, nach einen solchen menschen zu sehen u bedacht zu sein, der
weder durch seine stimme, noch durch seine führung oder fürbild die
Schafe Jesu verwarloste, daß sie entweder verschmachten oder durch folgung
seiner fußstapfen verleitet u verführet werden. Nun hat man sich
zwar deßfals erkundiget, aber nach Vergnügung noch nicht erhalten
können. Weil demnach viele aus der Gemeine, wie gedacht,
mir höchst angelegen gewesen, den Herrn Scharschmid dazu zu verordnen,
habe ich mir solches so weit gefallen laßen, alß mir deßen leben u wandel