gestopfet würde. Mhr. ist wohl nicht schuldig ihr nachzulaufen,
aber solte es nicht heilsamer sein, so er sie könte wiederum zu sich
kriegen. Wer weiß ob sie ihm nicht beßer im Hause, alß außer
dem zu ferneren werkzeug der Erneuerung dienen möchte.
Es ist ja des Höchsten wille, daß wir per aspera media müßen getrieben
werden der Heiligung nachzujagen. Man wünschet oft etwas
weit entfernet zu sein, solte man aber wißen wie nüzlich es
einem gegenwärtig sein könte, man würde es niemahls laßen von
der hand kommen. Mulier aut amat aut odit, sagt jener. Da denn
das liebkosen wohl schädlicher als das saur sehen sein kan. Auch ein
stärkester Simson kan durch jene art bezwungen werden: Diese aber
treibet zur niedrigkeit, demuth u gelaßenheit. Ein treuer Hirt
suchet auch sein verirret schaf. Errantem sane vides tuam ovem, Tuam
Uxorem, errantem an ex melancholia vel malitia vel earundem mixtura
incertum est. Et quicquid etiam ejus sit, quaere, quaere, quaeso eam, adduc et
fac ut apud Te hic et in aeternam fiet. Vieleicht ist sie darum eine
zeitlang von ihm kommen, daß er sie ewig wieder hette (Philem. 15)
Der wunderbahre Gott kan leicht machen, daß ein Onesimus nach-
gehends sehr nüzlich sein muß.
//Uber dem scheinet, daß ein Mann des τὸ συνοικεῖν cum muliere (1P 3,7)
nicht alzuwohl inachtnehmen kan, so der eine hie, der andere Ehetheile da sein wil.//
Aber ich hoffte zu Gott, Mhr.
werde dieses alles reifer u beßer begreifen u überlegen. ja ich bitte
Mhr. um sein selbst u der Gemeine willen, diesen ärgernis abzu-
helfen, u Costam Tuam lateri Tuo zu includiren. Solte er ihr
etwas nachgehen, stünde es wohl vor der Welt nicht fein, aber was
der eine schande ist, das ist Christo eine Ehre. Die lindigkeit,
auch von unserm Recht zuweichen, laßen kund werden allen leuten,
der Ganzen Gemeine, tot splendidis familiis etc. ist der Welt eine thor-
heit, aber den Freunden Gottes eine liebligkeit u mügligkeit. Mhr.
siehets u erhöhrets durch Gottes Gnade, daß ohn dem die immer hochange-
sehen sein wollende Welt (Er hatt kurz mehr in mehr in einer Geselschaft beschimpfung
von einen Minister gehabt, so er mir erzehlet mit gering achtung der Welt) Ihn
beginnet gering zu achten u von sich zu treiben, aber der Herr nimt,