genugsamer Requisita mir einige gedanken verursachten. Jetzt aber, da ich
Meines Werth. fr, den ich so wohl dem Gesicht alß nahmen nach schon vor 5. jahren
in Halla gekant, auch noch iezt im Herren kenne, Schreiben empfangen, wolte
ja zwar auch nicht mit fleisch u bluth zu rath gehen, sondern habe meine hand
gänzl. in die führende hand meines Gottes gelegt, u bin willig zufolgen,
wohin er mich leitet; Jedoch deucht mir nicht übel gethan zu sein, so
man vorher eine prüfung anstellet, ob man auch einer sache gewachsen
sei, daß man nicht mit dem thörigten Manne thürme bauen wolle,
u dem bauch hernach nicht auszuführen vermöge. Derohalben habe
so fort mit der ersten Post dieses M. in Gott Gel. Fr. schreiben u darauf
ehestens einige nachricht bitten wollen (1) Wenn auf dona externa
im Predigen etwa solte gesehen werden, so befinden sich solche nicht bei
mir, sondern einfältig doch mit aufrichtigen herzen befleißige ich mich
vor Gott zuhandeln. Ich habe auch mich nicht viel zu predigen exercirt,
ohne, daß neul. vom Brandenb. Embassedeur Graf von Tona bin be-
gehrt worden, alle Sontage vor ihm zupredigen, bis sein ordentl. Prediger
ankomme. (2.) ob ich mich nothwendig müße ordiniren laßen, u etwa dabei
beicht sizzen u h. Abendmahl administriren, oder ob ich beständig ohne ordi-
nation predigen könte? Ist diese leztere, so habe mich mit Gott resolviret
zu kommen. Ist aber das erste, so bekenne, daß lieber mein schwaches
gewißen noch verschonen wolte, bis mir der Herr mehr gewißheit u
stärke gebe. (3) ob man vieleicht Franzoisch, Englisch u.d.g. bei annehmung
solcher stelle wißen müße? Die verstünde ich denn nicht Schwedisch verstehe ich
wohl, doch kan ich wenig reden. (4) ob die Reise nicht etwa auf etl. monatt
könne Verzug leiden? Damit ich mit meinen Anvertrauten eine gute
ordnung machen u sie unter einer treuen inspection eines andern testo
freudiger verlaßen könte? (5) ob man wohl von dem Herrn Comm. Vinhagen
die Reisekosten begehren dürfte? Unter diesen puncten ist wohl der vom
beichtsizzen der wichtigste, darum auch hievon sonderl. antwort zu wißen
verlange. Im übrigen überlaße mich meinem Gott. Ich bin gewis ein elen-
des u schwaches Werkzeug, der ich mir selbst nicht viel zutraue. An des Herrn
beistand aber wil nicht zweifeln. Gott gebe mit nur gewisheit in den wunder-
bahren wegen, darinn er mich führet. Solche wil ich nun in Gebeth suchen u indeßen p