vernehmen muß, daß wohlgemeldter Herr D. u Praeses das werk endl. mit mehrern
nachdruk zu poussieren sich höchst angelegen sein laßen; kan ich auch mit
ehren u guten gewißen nicht länger schweigen oder stilsizzen, auf daß ich
kein vor menschl. ansehen u aus unzeitiger freundschaftsliebe furchtsamer
Verwahrloser beide des Wohlstandes u friedens Uns. Kirchen, also auch meines
von Gottes Gnade tragenden Amtes wegen. Komme derowegen bei Mhr.
mit gegenwärtiger Schrift ein, um vor allen Dingen derer u in specie des S. T.
D Blumentrost Gravamina zuvernehmen, die etwa derselbe, oder auch andere mit
deßen Edelheit einstimmende wieder mich u der führung meines Amts haben
möchten, u welche nach dem urtheil Erstlich Uns. hiesigen Christlöbl. Gemeine
u denn auch unpartheiischer Consistorien oder Academiarum (denn darauf be-
rufe ich mich wieder alle besagte praesumirl. affecten die sonst bei einem
oder andern etwas herschen möchten) gnugsam weren, mir so unfreundlich in mein
Amt zugreifen, u einen mir durchaus unangenehmen Collegen mir ganz wie-
der meinen willen u hergebrachte gewonheit Uns. Kirchen aufzudringen.
Welche Gravamina so sie da sind (denn wir fehlen alle mannichfaltig, u ist noch
der mensch nicht gebohren, der es allen recht machen kan) muß ich doch aufs we-
nigste Zeit haben, dieselbe entweder abzulehnen oder auch vorher zu verbeßern,
ehe solche extrema noch recht wieder mich, der ich noch kein mahl einiger fehler
erinnert bin, können vorgenommen werden. Solten aber keine gnug
wichtige Gravamina mit satsamen grunde wieder mich können eingebracht
werden; wie ich zwar nechst Gott der hofnung gelebe, daß ob ich zwar mich nicht durch-
aus Engelrein von allen schwachheiten frei rühmen könne, wiewohl ich mich den-
noch eines ehrlichen redlichen auch nicht lieblosen tugendwandels in Christo allen
mükkensäugern zu troz rühmen kan; Sei es dennoch unmüglich solche wichti-
ge beschuldigungen wieder mich aufzubringen, die mich meines Amts entweder
gänzlich, oder zum theil verlustig machen könten. So beruf ich mich zuerst
wieder alle geschwinde praecipitante unternehmungen auf Unser izzigen Zeit ab-
wesenden der Kirchen bestes mit höchster treu u kräftigen nachdruk sonderlich be-
sorgenden Herrn Eltesten, den Herrn von Termund, alß ohne deßen ausdrükl. Votum,
wir auch ohne Mhhr. aller u ieder ganz unanimia Vota (denn die plura kön-
nen in solcher sache nicht giltig sein) ich mich in kein Conclusum wieder mich
durchaus nicht unter werfe. Ja wenn schon der Herren ihr Collegium ganz u
gar unanimiter solte einige sein, bin ich doch auch damit gar nicht vergnüget.
nachdruk zu poussieren sich höchst angelegen sein laßen; kan ich auch mit
ehren u guten gewißen nicht länger schweigen oder stilsizzen, auf daß ich
kein vor menschl. ansehen u aus unzeitiger freundschaftsliebe furchtsamer
Verwahrloser beide des Wohlstandes u friedens Uns. Kirchen, also auch meines
von Gottes Gnade tragenden Amtes wegen. Komme derowegen bei Mhr.
mit gegenwärtiger Schrift ein, um vor allen Dingen derer u in specie des S. T.
D Blumentrost Gravamina zuvernehmen, die etwa derselbe, oder auch andere mit
deßen Edelheit einstimmende wieder mich u der führung meines Amts haben
möchten, u welche nach dem urtheil Erstlich Uns. hiesigen Christlöbl. Gemeine
u denn auch unpartheiischer Consistorien oder Academiarum (denn darauf be-
rufe ich mich wieder alle besagte praesumirl. affecten die sonst bei einem
oder andern etwas herschen möchten) gnugsam weren, mir so unfreundlich in mein
Amt zugreifen, u einen mir durchaus unangenehmen Collegen mir ganz wie-
der meinen willen u hergebrachte gewonheit Uns. Kirchen aufzudringen.
Welche Gravamina so sie da sind (denn wir fehlen alle mannichfaltig, u ist noch
der mensch nicht gebohren, der es allen recht machen kan) muß ich doch aufs we-
nigste Zeit haben, dieselbe entweder abzulehnen oder auch vorher zu verbeßern,
ehe solche extrema noch recht wieder mich, der ich noch kein mahl einiger fehler
erinnert bin, können vorgenommen werden. Solten aber keine gnug
wichtige Gravamina mit satsamen grunde wieder mich können eingebracht
werden; wie ich zwar nechst Gott der hofnung gelebe, daß ob ich zwar mich nicht durch-
aus Engelrein von allen schwachheiten frei rühmen könne, wiewohl ich mich den-
noch eines ehrlichen redlichen auch nicht lieblosen tugendwandels in Christo allen
mükkensäugern zu troz rühmen kan; Sei es dennoch unmüglich solche wichti-
ge beschuldigungen wieder mich aufzubringen, die mich meines Amts entweder
gänzlich, oder zum theil verlustig machen könten. So beruf ich mich zuerst
wieder alle geschwinde praecipitante unternehmungen auf Unser izzigen Zeit ab-
wesenden der Kirchen bestes mit höchster treu u kräftigen nachdruk sonderlich be-
sorgenden Herrn Eltesten, den Herrn von Termund, alß ohne deßen ausdrükl. Votum,
wir auch ohne Mhhr. aller u ieder ganz unanimia Vota (denn die plura kön-
nen in solcher sache nicht giltig sein) ich mich in kein Conclusum wieder mich
durchaus nicht unter werfe. Ja wenn schon der Herren ihr Collegium ganz u
gar unanimiter solte einige sein, bin ich doch auch damit gar nicht vergnüget.