sich aufhaltende, zu welchen Sie wegen seiner sonderbahren gu-
ten gaben in predigen u Gottseligen lebenswandels allerseits
belieben tragen, mit consens u auctorität der Obern, so darüber
zu rathen haben, zum 3ten Prediger ordentl. berufen u bestellet
werden solte, demselben einen vorgnügl. unterhalt ohne der
kirchen beschwer schaffen wollen, u zwar mit solcher ausdrückl.
Verbindung, daß wenn einer oder der andere von Ihnen mit
tode abgehen oder so verarmen solte, daß er sein freiwilliges Ge-
liebte ferner zuhalten nicht vermöchte, die andern alßdenn
verbunden sein wollen in des abgehenden stelle eine andere
person zuverschaffen, oder auch selbst den abgang durch einen
Zuschuß pro ratâ wieder zuersezzen, alles treulich, sonder GeEhrde.
Narva -
Nach diesem schrieb Herr Erichs von 15 9br 97 folgendes :
– Nachdem ich jüngst dhr. eine Copia von E E. RathsResolution an das
Consist. alhier gesant, hat es sich gefüget, daß das Consist. wieder geantwortet
Der inhalt war ungefehr dieser: Erstl. lobeten sie die Gute Intention
so einige aus der Gemeine sich vorgenommen. Könten es auch nicht anders
denn billigen, allein vermöge königl. Ordnung müßten einheimsche
Kinder vorgezogen werden, u weil man keine sonderl. Käntnis von den
Herrn, da man Ihn nur einmahl gehöret. Mons. Brüning aber u hie-
siger Cantor so izzo zugegen wolte man hiemit den Consistorio wegen recom-
mendiret haben. Nun wurde, weiln damahls im Rath zugegen, der
brief von den Consistorio übergeben, u beordert es der Gemeine vorzu-
tragen. Ich habe es auch sofort gethan. Alleine es hat sich nie-
mand, alß einige von Brünings seite seiner verwanten bestehende
in 5. personen auf ihn vociret, auf den Cantor gar keiner. Auf
Mhr. aber blieben nicht alleine alle so unterschrieben, sondern der Al-
mächtige Gott lenket tägl. mehrere Herzen, so daß viele fromme u
treue herzen nach Mhr. seufzen. Allein was sol man thun, es stehet nun
an nichts anders denn bei dem Consistorio. Weiln sie nun sehen, daß man
den nicht haben wil, welchen sie recommendiren, hindern sie auch das jenige,
was wir gerne sehen, u von dem Großen Gott morgends u abends
umflehen (Du allmächtiger Gott, der du herz u nieren prüfest,
ten gaben in predigen u Gottseligen lebenswandels allerseits
belieben tragen, mit consens u auctorität der Obern, so darüber
zu rathen haben, zum 3ten Prediger ordentl. berufen u bestellet
werden solte, demselben einen vorgnügl. unterhalt ohne der
kirchen beschwer schaffen wollen, u zwar mit solcher ausdrückl.
Verbindung, daß wenn einer oder der andere von Ihnen mit
tode abgehen oder so verarmen solte, daß er sein freiwilliges Ge-
liebte ferner zuhalten nicht vermöchte, die andern alßdenn
verbunden sein wollen in des abgehenden stelle eine andere
person zuverschaffen, oder auch selbst den abgang durch einen
Zuschuß pro ratâ wieder zuersezzen, alles treulich, sonder GeEhrde.
Narva -
Nach diesem schrieb Herr Erichs von 15 9br 97 folgendes :
– Nachdem ich jüngst dhr. eine Copia von E E. RathsResolution an das
Consist. alhier gesant, hat es sich gefüget, daß das Consist. wieder geantwortet
Der inhalt war ungefehr dieser: Erstl. lobeten sie die Gute Intention
so einige aus der Gemeine sich vorgenommen. Könten es auch nicht anders
denn billigen, allein vermöge königl. Ordnung müßten einheimsche
Kinder vorgezogen werden, u weil man keine sonderl. Käntnis von den
Herrn, da man Ihn nur einmahl gehöret. Mons. Brüning aber u hie-
siger Cantor so izzo zugegen wolte man hiemit den Consistorio wegen recom-
mendiret haben. Nun wurde, weiln damahls im Rath zugegen, der
brief von den Consistorio übergeben, u beordert es der Gemeine vorzu-
tragen. Ich habe es auch sofort gethan. Alleine es hat sich nie-
mand, alß einige von Brünings seite seiner verwanten bestehende
in 5. personen auf ihn vociret, auf den Cantor gar keiner. Auf
Mhr. aber blieben nicht alleine alle so unterschrieben, sondern der Al-
mächtige Gott lenket tägl. mehrere Herzen, so daß viele fromme u
treue herzen nach Mhr. seufzen. Allein was sol man thun, es stehet nun
an nichts anders denn bei dem Consistorio. Weiln sie nun sehen, daß man
den nicht haben wil, welchen sie recommendiren, hindern sie auch das jenige,
was wir gerne sehen, u von dem Großen Gott morgends u abends
umflehen (Du allmächtiger Gott, der du herz u nieren prüfest,