alle seine Unkosten hieher zahlen. Wil denn dhr. nicht bleiben, daß
ihn alles nicht anstehet, so wollen wir ihn auf Uns. Unkosten dahin
bringen laßen, wovon dannen er gekommen. Summa. Wir wollen
den Herrn, wenn er so vieler frommen herzen verlangen ein genügen thun
wird, u sich in Gottes nahmen resolviret über zu kommen, damit er in der
heil. Zeit hier sein möge, viele Vorschläge thun, so er hoffentlich nicht
ausschlagen dürfte, u warlich sie nicht schlechter oder minder finden
wird, denn in welcher er sich izzo befindet. Es möchte vieleicht dhr.
alles dies mein Vorgeschriebenes nicht allen Glauben beimeßen wollen,
so wolle dhr persuadiren über zureisen. Was ist eine solche Reise bei winter
zeit, es ist in 8 tagen abgefahren. U. ich habe heut an Herrn Zeisholden geschrie-
ben, daß er was zu solcher Reise nötig, dem Herrn am Gelde oder anders wo
darreiche. Ich bitte nochmahls in aller Freunde ihren nahmen, dhr.
resolvire sich in Gottes nahmen über zu kommen, u das gegen die heil. tage.
Man laße es den nahmen haben, alß wenn dhr. gute Freunde besuchen wil.
Es kömt ihn ja nichts zu stehen, u geliebe dhr. bei Herrn Neander, oder D Dohnell
oder bei mir einzuziehen, wo sie am liebsten sein wollen. Gott weiß es,
daß dhr. mit seiner gegenwart manchen betrübten u trostlosen
erfreuen wird. Und auch sehen wir es deswegen gern, damit Ihro
Excell. der königl. Feld marschal, so ein Deutscher, wie auch der Com-
mendant den Herrn hören möge. U. wie alle solche gute Zeugniße vor
Ihro Majestät zeigen können. Ich habe unterdeßen meine bähren
dekke u einen filz eingepakket u zu sammen gebunden, werde es
mit dieser gelegenheit übersenden - Hoffe nunmehro dhr. alß
ein rechtschaffener Theologus wird um gutes zu erbauen ein klein
ungemach nicht ansehen. Festigl. kan ich dem Herrn mit Gott bezeugen,
daß viele fromme herzen seine gegenwart mit schmerzen verlangen,
u der erfolg viel frommen bringen wird.
Zulezt kahm von 26 9br dieses u folgende Einschlüße von ihn an:
- Sende weiße dekke p blos zu dem ende, damit Mein werthester Fr.
sich deßen auf der reise hieher bedienen möge. Ich bitte Gott täglich,
wo es sein Gnädiger wille, daß dies unser angefangen werk nicht
seinen fortgang gewinnen sol, es aus meinen gedanken zu nehmen.
Allein Gott weiß es. Je länger ie mehr begierden u verlangen nicht
allein von mir, sondern auch von allen andern verspühret man,
u mangelt wils Gott nichts anders, alß seine gegenwart. Denn wir