von Herr D. Blumentrost seinem kleinen Söhnl. schreibet! Er grüße das liebe
Kind von meinetwegen, u sage ihm, daß ihm der Herr Jesus durch einen
seiner knechte beikommendes Gebethbüchlein, Anweisung zum Gebeth ge-
nant, schenket, daß er den Herrn Jesum hinfort testo lieber haben,
u ihm sein ganzes Herz schenken möge, so wird denn auch der Herr Jesus
seinen Segen zeitlich u ewig auf ihn legen. Es würde Uns eine
große freude gewesen sein, wenn er uns einen discipulum in Unser
Paedagogium gebracht hätte. Wer weiß was noch künftig geschiehet? u
ob er uns nicht gar noch etl. fürnehme Russen herausbringet. Wir
wolten sie so bei uns halten, gleich wie wir wünschen, daß die unsern
bei ihnen gehalten werden, u wolten gern unsern eusersten fleiß
anwenden, daß sie ihrem Vaterlande zu nüzlichen werkzeugen zube-
reitet würden. Wie viel gutes könte nicht aus solchem Commertcio
nationum entstehen? Ich hätte wünschen mögen, daß der Moscovite,
den der Tzar reisen läßet, wäre zu Uns kommen, wir hetten ihm
mit aller ersinnlichen liebe u freundligkeit emfpahen wollen. Es
ist ihm aber befohlen dem Abgesanten zu folgen, daß ich nun zweifele,
daß er zu Uns komt. Er grüße doch den Werthen Herrn D Blumentrost,
u versichere ihn meiner innigen liebe. Gesegnet sei seine Seele dem
Herrn, daß er des Herren eher zubefördern suchet. – – Dieses nehmen mit
2. liefl. Stud. Weren nur die Reisekosten da, ich wolte sehen, daß
ich ihnen auch einen Studiosum mit hinein gebe, der von dar suchte vollends
hinein in Moscau zu kommen. Von Uns. Zustande gebe ich folgende nach-
richt. Die universität etc - u floriret hier das Studium linguarum
Orient. so, alß es an irgend einem ort floriren mag. Das Pae-
dagogium, so ich durch Gottes Gnade angefangen, stehet Gott lob! auch
in gutem flore. – – Ist es müglich, so wil ich ihm dem Methodum
u die ganze Verfaßung des Paedagogii mit bei die andern sachen legen.
– – Von diesem allen u sonderlich woher wir die großen Un-
kosten zu so wichtigen Dingen nehmen, hat er in beikommenden
Historischen bericht nachzulesen. Ita hactenus inter quotidiana vixi mi-
racula, et adhuc ita vivo. Gläubiger Christen Gebeth muß das beste bei
der sache thun. Und bitte ich ihn u andere Gläubige ihres orts sehr,
uns damit zu statten zu kommen. Denn zu einer würkl. Steure
sind sie zu sehr entfernet. Es sind alle tage in Glauche über 30 Studiosi