wie alle liebl. bequemligkeit u ergezligkeit, der Selen mehr schädlich alß
nüzlich fället, u hingegen das zur freude wird, was man mit kindlichen
absehen auf Gott wiederwärtiges ausstehet, obschon das καυχᾶσθαι ἐν ταῖς
θλίψεσι universaliter für ein großes paradoxum gehalten wird. Die erlernung
der Rußischen sprache wird denenselben viel mühe machen, wie wohl man
mit Gottes segen in einer stunde mehr ausrichtet, als ohne denselben
in einer weit längeren Zeit. Zum anfange hette ihn meine Grammatica
können ein wenig die hand bieten. – – Möchte wünschen, daß die, so
die mängel daran sezzen, selbige dem Publico zum besten mit einer
neuen u volständigen edition verbeßern wolten. Zum wenigsten solte
man aber so wohl auf meine gute Intention alß auf mein unvermögen
selbige zuerreichen sehen. Doch habe ich bei solcher arbeit menschen lob
nicht zum scopo gehabt. Des Herrn Praep. Glüks Vorhaben mit überset-
zung der Bibel in den Ruß. Dialectum ist sehr löblich. Gott der ihn zur
arbeit aufgemuntert, verleihe auch seinen Gnädigen segen, daß es zu
seines heil. nahmens Ehre gereichen möge. Die prudenz, so menschl.
seiten hierin zugebrauchen, wird darin bestehen, daß die Version durch
gute hand dem Tzar so recommdiret werde, damit sie auf Seiner Maj.
ordre in Moscau gedrukt werde. – Quoad Russ. L. hat man dahin zu
sehen, damit er gleich anfangs eine gute pronunciation annehmen möge.
– – In rebus Ecclesiasticis siehet es allenthalben ie länger ie verirter
aus, u scheinet der Geist der finsternis alle seine macht u list anzuspan-
nen, das kleine häuflein zu unterdrükken. Die so das wahre we-
sentl. Christenthum treiben, werden mit schimpf nahmen verdächtig u ver-
ächtlich gemacht. Atheistische u Socinian-Principia finden bei weltleuten
ie länger ie mehr approbation, u allerhand neu begeisterte leute machen
mit ihren Enthusiastischen grillen, daß man die lehre von wahrhaftiger
erleuchtung von oben zum Gespött gebrauchet. Doch glaube ich festiglich,
es werde aller betrug für der warheit endlich mit schande bestehen müßen,
u dieser lezte u stärkster ansaz des Satans auf Christi Kirche, dem obsie-
genden lebensFürsten zu testo mehrer glorie gereichen. Gott erhalte
Uns in aller noth u gefahr.
nüzlich fället, u hingegen das zur freude wird, was man mit kindlichen
absehen auf Gott wiederwärtiges ausstehet, obschon das καυχᾶσθαι ἐν ταῖς
θλίψεσι universaliter für ein großes paradoxum gehalten wird. Die erlernung
der Rußischen sprache wird denenselben viel mühe machen, wie wohl man
mit Gottes segen in einer stunde mehr ausrichtet, als ohne denselben
in einer weit längeren Zeit. Zum anfange hette ihn meine Grammatica
können ein wenig die hand bieten. – – Möchte wünschen, daß die, so
die mängel daran sezzen, selbige dem Publico zum besten mit einer
neuen u volständigen edition verbeßern wolten. Zum wenigsten solte
man aber so wohl auf meine gute Intention alß auf mein unvermögen
selbige zuerreichen sehen. Doch habe ich bei solcher arbeit menschen lob
nicht zum scopo gehabt. Des Herrn Praep. Glüks Vorhaben mit überset-
zung der Bibel in den Ruß. Dialectum ist sehr löblich. Gott der ihn zur
arbeit aufgemuntert, verleihe auch seinen Gnädigen segen, daß es zu
seines heil. nahmens Ehre gereichen möge. Die prudenz, so menschl.
seiten hierin zugebrauchen, wird darin bestehen, daß die Version durch
gute hand dem Tzar so recommdiret werde, damit sie auf Seiner Maj.
ordre in Moscau gedrukt werde. – Quoad Russ. L. hat man dahin zu
sehen, damit er gleich anfangs eine gute pronunciation annehmen möge.
– – In rebus Ecclesiasticis siehet es allenthalben ie länger ie verirter
aus, u scheinet der Geist der finsternis alle seine macht u list anzuspan-
nen, das kleine häuflein zu unterdrükken. Die so das wahre we-
sentl. Christenthum treiben, werden mit schimpf nahmen verdächtig u ver-
ächtlich gemacht. Atheistische u Socinian-Principia finden bei weltleuten
ie länger ie mehr approbation, u allerhand neu begeisterte leute machen
mit ihren Enthusiastischen grillen, daß man die lehre von wahrhaftiger
erleuchtung von oben zum Gespött gebrauchet. Doch glaube ich festiglich,
es werde aller betrug für der warheit endlich mit schande bestehen müßen,
u dieser lezte u stärkster ansaz des Satans auf Christi Kirche, dem obsie-
genden lebensFürsten zu testo mehrer glorie gereichen. Gott erhalte
Uns in aller noth u gefahr.
Amsterd. 1. Maj. 97.
– – Pro tua erga Ecclesiam, quae corpus Christi est, affectu haec tibi non ingrata fore
existimo. Faxit Deus ut tibi incitamento sint, ut eo alacrius et firmius vires à supremo
existimo. Faxit Deus ut tibi incitamento sint, ut eo alacrius et firmius vires à supremo