klagte doch, daß ich den Behmen nicht wolte gänzl. verwerfen,
da ihn doch die Christenheit verworfen. Rx. Das hette ich noch nie
gehört, aber wohl gehört, daß er von statl. Theologis etwa Gerh. u
Meismor sei approbiret. Hierauf wurde ich bis auf weitere Zu-
sammenkunft, weilHerr M Helwig nicht zugegen, abgelaßen. Den 23 war
ich wieder beim Supr. communicirte ihm Frankens Tract. von h. Abendmahl
rechten gebrauch u mißbrauch des beichtstuhls. von Gnade u warheit p
Da er mich fragte wegen des dicti Davids ob nicht ein gerechter könne
verlaßen werden u auch todt gehen. Er habe gestern einem frommen
mann, der solches nicht denken können, 10. thlr. gegeben. Atque ita
semen justi etiam quaerens panem non derelictum iri demonstrarat.
Den 24. mußte ich abermahl vorm Consistorio erscheinen, u wurde
Crambe bis cocta zum drittenmahl aufgesezt. Da sie denn (1)
Schadii u eines anonymi irrige meinung de S. Coena et Confess. wolten
anführen. Wogegen ich sagte, sie hetten mich sonst vor einen disci-
pul Frank. u Speners angegeben, sie möchtens aus deren Schriften
in diesem punct, so sie was irriges gefunden, anführen, denn
derer meinung sei ich gänzl. in dieser materi, ob ich zwar eben
auf ihre worte nicht geschworen, sondern da man müße Vater
u mutter verleugnen, so würde ich auch Sie verleugnen, so Sie
von einer Warheit, dafür Uns alle Gott bewahre! solten haben
begangen einen abfall. Doch sagte ich, was Herr Fr. vom Abend-
mahl u denen Mißbräuchen des beichtstuhls geschrieben (so ich gestern
dem Supr. communiciret) billigte ich allerdinges u hielte es damit,
würde auch durch Gottes hülfe befließen sein, daß selbige u an-
dere seine erbaul. Tractätl. ins künftige anhero gebraucht würden,
daß sie denen leuten in die hände kehmen. (2) wurde mir vorge-
worfen, Mein nahme stünde den Unfug. Rx. wenns so were was
denn mehr? Der Autor der Schrift dürfte sich nicht melden. Doch
stünde auch mein nahme nicht darinnen, sondern meines bruders
nahme. Solte der aber sein irre gangen, was mir das anginge,
da er so viele 100 meilen von mir weg u es hieße; Stilt mein
bruder so henkt ein Dieb. Doch dankte ich Gott, daß ich wüßte,
daß er auch an ihn glaube. Wiewohl auch mein bruder in der
Schrift nicht beschuldiget würde, sondern seine Frau, die aber
da ihn doch die Christenheit verworfen. Rx. Das hette ich noch nie
gehört, aber wohl gehört, daß er von statl. Theologis etwa Gerh. u
Meismor sei approbiret. Hierauf wurde ich bis auf weitere Zu-
sammenkunft, weilHerr M Helwig nicht zugegen, abgelaßen. Den 23 war
ich wieder beim Supr. communicirte ihm Frankens Tract. von h. Abendmahl
rechten gebrauch u mißbrauch des beichtstuhls. von Gnade u warheit p
Da er mich fragte wegen des dicti Davids ob nicht ein gerechter könne
verlaßen werden u auch todt gehen. Er habe gestern einem frommen
mann, der solches nicht denken können, 10. thlr. gegeben. Atque ita
semen justi etiam quaerens panem non derelictum iri demonstrarat.
Den 24. mußte ich abermahl vorm Consistorio erscheinen, u wurde
Crambe bis cocta zum drittenmahl aufgesezt. Da sie denn (1)
Schadii u eines anonymi irrige meinung de S. Coena et Confess. wolten
anführen. Wogegen ich sagte, sie hetten mich sonst vor einen disci-
pul Frank. u Speners angegeben, sie möchtens aus deren Schriften
in diesem punct, so sie was irriges gefunden, anführen, denn
derer meinung sei ich gänzl. in dieser materi, ob ich zwar eben
auf ihre worte nicht geschworen, sondern da man müße Vater
u mutter verleugnen, so würde ich auch Sie verleugnen, so Sie
von einer Warheit, dafür Uns alle Gott bewahre! solten haben
begangen einen abfall. Doch sagte ich, was Herr Fr. vom Abend-
mahl u denen Mißbräuchen des beichtstuhls geschrieben (so ich gestern
dem Supr. communiciret) billigte ich allerdinges u hielte es damit,
würde auch durch Gottes hülfe befließen sein, daß selbige u an-
dere seine erbaul. Tractätl. ins künftige anhero gebraucht würden,
daß sie denen leuten in die hände kehmen. (2) wurde mir vorge-
worfen, Mein nahme stünde den Unfug. Rx. wenns so were was
denn mehr? Der Autor der Schrift dürfte sich nicht melden. Doch
stünde auch mein nahme nicht darinnen, sondern meines bruders
nahme. Solte der aber sein irre gangen, was mir das anginge,
da er so viele 100 meilen von mir weg u es hieße; Stilt mein
bruder so henkt ein Dieb. Doch dankte ich Gott, daß ich wüßte,
daß er auch an ihn glaube. Wiewohl auch mein bruder in der
Schrift nicht beschuldiget würde, sondern seine Frau, die aber