mit ihm gleiche barmherzigkeit u Gnade von Gott erhalten.
Die lästerungen aber von Ihr möchten daher entstanden sein,
daß sie gewohnet sei des abends in ihrer Kammer, so in einem Ek-
hause, mit lauter stimme ihr gebeth vor Gott auszuschütten, welches
besoffene leute gehöret, u, so bei denen Gottlosen nicht ungewöhnl.,
mit drekke beklekket weiter ausgebracht. Lästerungen u lügen
aber würden nicht nur mit dem munde, sondern auch mit der feder
leicht weiter gebracht. (3.) nach meiner abreise aus Moscau hette
mich eben Herr Vagetius vor irrig bei Herrn Brüning Stud. angegeben.
(Ob zwar solches, so es wahr, so viel alß wenn ein mistkäfer brum-
met, so nahm ich mir doch nach etl. tagen die mühe, u fragte den
selben drüber, der es doch bekräftigte u sagte Herr Vaget. hette zwar
sehr übel von mir gesprochen, Herr Jungius u Schrader aber alles Gutes)
(4.) fragte der Superint. den Rector, ob ers wohl könte mit einem eide
bekräftigen, daß ich sonst irrig alß ein Donatist geprediget; der darauf
ja sagte. Ich aber sagte, daß auch des Rectoris sazt nicht ein-
mahl mit Herrn Helw. beschuldigung wieder mich überein kehme.
Denn dieser wolte mich gern überführen, alß hielte ich dafür, daß die
Efficacia Verbi Dei à Ministro Ecclesiae zu deriviren sei. Jener aber
beschwerte sich darüber; //das ich gesagt:// es weren noch auf den heutigen tag solche Pro-
pheten in kirchen u Schulen. Da aber jener mit diesem wolte in
ein horn blasen, folgerte er aus meiner Predigt also: Ich hette
gesagt, daß auch die falsche Propheten weren, die den Geist Gottes nicht
hetten u ärgerlich lebten, da nur das falsche Proph. weren die die lehre
verkehren, u also folge, daß ich die Kraft nicht so wohl von Gott alß von
menschen wolte herziehen u das sei Donatistisch p Rx Er mache eine
Consequenz aus einer falschen hypothesi. Denn daß nicht nur dieje_
nigen, die die lehre verkehren, falsche Proph., sondern auch die, so ein heuchle-
risches u böses leben führen, weise eben Christus in Evangelio. da nicht die, so
blos Herr Herr sagen, würden ins himmelreich kommen. Wie er nun
sagte sein saz sei vera sententia nostrum Doctorum Ecclesiae Rx ich wolte nicht
sagen, ob er noch einige reliquien aus dem Pabstum mitgebracht, die-
ses aber könte ich frei sagen, daß sein Saz falsch, u nimmermehr ein
thesis nostrae Ecclesiae gewesen. Da er aber das wort; Reliquien, hörte,
sagte er: Das ist ein injurie. Es solte ihm kein ehrl. mensch nachreden,
daß er Reliquien aus dem Pabstum mitgebracht. Rx ich muß das so leiden
Die lästerungen aber von Ihr möchten daher entstanden sein,
daß sie gewohnet sei des abends in ihrer Kammer, so in einem Ek-
hause, mit lauter stimme ihr gebeth vor Gott auszuschütten, welches
besoffene leute gehöret, u, so bei denen Gottlosen nicht ungewöhnl.,
mit drekke beklekket weiter ausgebracht. Lästerungen u lügen
aber würden nicht nur mit dem munde, sondern auch mit der feder
leicht weiter gebracht. (3.) nach meiner abreise aus Moscau hette
mich eben Herr Vagetius vor irrig bei Herrn Brüning Stud. angegeben.
(Ob zwar solches, so es wahr, so viel alß wenn ein mistkäfer brum-
met, so nahm ich mir doch nach etl. tagen die mühe, u fragte den
selben drüber, der es doch bekräftigte u sagte Herr Vaget. hette zwar
sehr übel von mir gesprochen, Herr Jungius u Schrader aber alles Gutes)
(4.) fragte der Superint. den Rector, ob ers wohl könte mit einem eide
bekräftigen, daß ich sonst irrig alß ein Donatist geprediget; der darauf
ja sagte. Ich aber sagte, daß auch des Rectoris saz
mahl mit Herrn Helw. beschuldigung wieder mich überein kehme.
Denn dieser wolte mich gern überführen, alß hielte ich dafür, daß die
Efficacia Verbi Dei à Ministro Ecclesiae zu deriviren sei. Jener aber
beschwerte sich darüber; //das ich gesagt:// es weren noch auf den heutigen tag solche Pro-
pheten in kirchen u Schulen. Da aber jener mit diesem wolte in
ein horn blasen, folgerte er aus meiner Predigt also: Ich hette
gesagt, daß auch die falsche Propheten weren, die den Geist Gottes nicht
hetten u ärgerlich lebten, da nur das falsche Proph. weren die die lehre
verkehren, u also folge, daß ich die Kraft nicht so wohl von Gott alß von
menschen wolte herziehen u das sei Donatistisch p Rx Er mache eine
Consequenz aus einer falschen hypothesi. Denn daß nicht nur dieje_
nigen, die die lehre verkehren, falsche Proph., sondern auch die, so ein heuchle-
risches u böses leben führen, weise eben Christus in Evangelio. da nicht die, so
blos Herr Herr sagen, würden ins himmelreich kommen. Wie er nun
sagte sein saz sei vera sententia nostrum Doctorum Ecclesiae Rx ich wolte nicht
sagen, ob er noch einige reliquien aus dem Pabstum mitgebracht, die-
ses aber könte ich frei sagen, daß sein Saz falsch, u nimmermehr ein
thesis nostrae Ecclesiae gewesen. Da er aber das wort; Reliquien, hörte,
sagte er: Das ist ein injurie. Es solte ihm kein ehrl. mensch nachreden,
daß er Reliquien aus dem Pabstum mitgebracht. Rx ich muß das so leiden