in die Kirche u nach gewohnheit in die Sacristei gehen, wurde
mir vor der nasen die thür von dem Rector, der eben die Predigt
halten solte zugeschloßen, u ungeachtet ich anklopfte u sie //(die Pastores)// gesehen
hatte, ließen sie mich doch vergeblich stehen u wieder zurük gehen.
Daher ließ ich auch den u den folgenden tag ihre Kirche stehen, u ging
mit Herrn Erichs u Neander samt den Ihrigen auf ein Dorf, u hatte da-
selbst erbaul. Pfingstbetrachtung. Darauf wußte kaum, wo
ich mich hinwenden solte, denn in Narva, Riga u Moscau wolten sie mich
haben. In Narva ferner zubleiben, riethen beständig die Freunde, u
wolten das geben, so sie versprochen, wenn ich gleich nicht in einen öffentl.
Amt stünde. Herr Havemann schrieb von Reval den 30 April. also:
– – Vernehme sonsten was, was wegen dhr. Wahl fürgegangen, u wie diejenigen,
die dem Herrn den weg bereiten solten, selbsten dem Guten steuren u wehren.
Sie sind warlich noch im finstern. Gott wolle sie erleuchten, u auf den rechten
weg bringen. Ich wil dennoch hoffen, daß dhr. Sache zum Guten ausge-
schlagen, das mir lieb zu vernehmen sein solte. Solte es aber gegen Ver-
muthen, contrair gelaufen sein, so gedulde dhr. u leide alß ein Christ. Gott
wird sein Werk dennoch herlich ausführen. Denselben wollen wir
laßen rathen, weil er alle Dinge vermag. Er gesegne unsere werke, vorneh-
men u Sach. ihm sei alles heimgestellt, er thue was u wie es ihm gefält. Es
gehe nun wie es gehe, so bitte ich dhr. begebe sich nicht von Narva – – ich wünsche,
daß ihn dhr. mit allen guten beselige u seinen Geist in großer maß gebe,
damit er ein besonder gefäß u werkzeug seiner Ehren sein möge, seinen
Heil. Nahmen verherliche, u hernachmahl einen Ewigen Gnaden lohn empfahe. –
Aus Moscau schrieb Herr D Laurentius Blumentrost von 16 Mart. folgendes:
mir vor der nasen die thür von dem Rector, der eben die Predigt
halten solte zugeschloßen, u ungeachtet ich anklopfte u sie //(die Pastores)// gesehen
hatte, ließen sie mich doch vergeblich stehen u wieder zurük gehen.
Daher ließ ich auch den u den folgenden tag ihre Kirche stehen, u ging
mit Herrn Erichs u Neander samt den Ihrigen auf ein Dorf, u hatte da-
selbst erbaul. Pfingstbetrachtung. Darauf wußte kaum, wo
ich mich hinwenden solte, denn in Narva, Riga u Moscau wolten sie mich
haben. In Narva ferner zubleiben, riethen beständig die Freunde, u
wolten das geben, so sie versprochen, wenn ich gleich nicht in einen öffentl.
Amt stünde. Herr Havemann schrieb von Reval den 30 April. also:
– – Vernehme sonsten was, was wegen dhr. Wahl fürgegangen, u wie diejenigen,
die dem Herrn den weg bereiten solten, selbsten dem Guten steuren u wehren.
Sie sind warlich noch im finstern. Gott wolle sie erleuchten, u auf den rechten
weg bringen. Ich wil dennoch hoffen, daß dhr. Sache zum Guten ausge-
schlagen, das mir lieb zu vernehmen sein solte. Solte es aber gegen Ver-
muthen, contrair gelaufen sein, so gedulde dhr. u leide alß ein Christ. Gott
wird sein Werk dennoch herlich ausführen. Denselben wollen wir
laßen rathen, weil er alle Dinge vermag. Er gesegne unsere werke, vorneh-
men u Sach. ihm sei alles heimgestellt, er thue was u wie es ihm gefält. Es
gehe nun wie es gehe, so bitte ich dhr. begebe sich nicht von Narva – – ich wünsche,
daß ihn dhr. mit allen guten beselige u seinen Geist in großer maß gebe,
damit er ein besonder gefäß u werkzeug seiner Ehren sein möge, seinen
Heil. Nahmen verherliche, u hernachmahl einen Ewigen Gnaden lohn empfahe. –
Aus Moscau schrieb Herr D Laurentius Blumentrost von 16 Mart. folgendes:
Salutem et omnigenam prosperitatem !
Clarissime et perquam Eximie Domine Scharschmid, Amice Dilectissime.
Ex trinis tuis literis, quas Narvâ ad me misisti, laetabundus percepi, te adhuc rectè
tum corpore tum mente valere, resque tuas prae praesenti statu rerum utcunque prosperè
adhuc gerere, quamvis non plane ex nostro voto. Praevideram sane jam tum, cum
à nobis discederes, Vocationem hanc non fore sine difficultate. Quae apud nos, amicos
tuos non parum exaucta videatur, quod facile possimus cernere, obstare huic nego-
tio plurima, maxime vero regium istud Rescriptum, cujus vigore peregrini ab ista
Vocatione excluduntur: Ne nunc de sinistro conceptu Ministerii quippiam addam,
ex cujus numero quidam ex Concione tua, quam olim ibidem loci habuisti, nonnulla
Ex trinis tuis literis, quas Narvâ ad me misisti, laetabundus percepi, te adhuc rectè
tum corpore tum mente valere, resque tuas prae praesenti statu rerum utcunque prosperè
adhuc gerere, quamvis non plane ex nostro voto. Praevideram sane jam tum, cum
à nobis discederes, Vocationem hanc non fore sine difficultate. Quae apud nos, amicos
tuos non parum exaucta videatur, quod facile possimus cernere, obstare huic nego-
tio plurima, maxime vero regium istud Rescriptum, cujus vigore peregrini ab ista
Vocatione excluduntur: Ne nunc de sinistro conceptu Ministerii quippiam addam,
ex cujus numero quidam ex Concione tua, quam olim ibidem loci habuisti, nonnulla