Verbum tamen suum opprimi non sinat, quin potius illud magis crescere ac undique
luxuriare clementer jubeat. Excitantur sane non pauci, qui majorem curam im-
pendunt pro inquirenda Veritate coelesti. Benignitate Divina factum, quod in
M. Besseri locum Dn. Michaëlis Stud., qui nunc Holmiae est, anxiè ab hisce
Evangelicis desideretur, quem ego Dn. Comm: Vinhagen per literas commendaveram.
Est iste Stud. Halae inutritus, variisque donis instructus, quem literis advocare sum
jussus. Rerum Vestrarum faciem dante Deo propediem inspicere spero, hinc paro
abitum et opto brevi ap. Te et Tuos esse. Vale – –1
luxuriare clementer jubeat. Excitantur sane non pauci, qui majorem curam im-
pendunt pro inquirenda Veritate coelesti. Benignitate Divina factum, quod in
M. Besseri locum Dn. Michaëlis Stud., qui nunc Holmiae est, anxiè ab hisce
Evangelicis desideretur, quem ego Dn. Comm: Vinhagen per literas commendaveram.
Est iste Stud. Halae inutritus, variisque donis instructus, quem literis advocare sum
jussus. Rerum Vestrarum faciem dante Deo propediem inspicere spero, hinc paro
abitum et opto brevi ap. Te et Tuos esse. Vale – –1
Herr P. Franken that ich mein hiersein den 5. Aug. also kund:
Siehe ich bin nun wieder hier, um dem treuen Gott, qui trahit retrahitque, Gehorsam
zuleisten, u ungeachtet die Freunde in Narva sich emsig angelegen sein
ließen, mich bei sich zubehalten, oder wegen weiterer ausführung meiner
Sache nach Stokholm zugehen, quo tamen neque vocatus neque citatus eram, auch
meine sache nicht eben vorn König, sondern ad forum Theologicum gehörte, ging
ich dennoch nach erhaltenen Cons. Schluß zurük p. ad Moscuam.
zuleisten, u ungeachtet die Freunde in Narva sich emsig angelegen sein
ließen, mich bei sich zubehalten, oder wegen weiterer ausführung meiner
Sache nach Stokholm zugehen, quo tamen neque vocatus neque citatus eram, auch
meine sache nicht eben vorn König, sondern ad forum Theologicum gehörte, ging
ich dennoch nach erhaltenen Cons. Schluß zurük p. ad Moscuam.
Es wurden mir aber gleich bei meiner rückkunft in Moscau aller-
lei fette bißen angeboten, wenn ich aber zubeißen wolte, so wurde
ein schatten draus. Den 22 jul. sagte Herr Past Jungius, wie sie noch stark daran
arbeiteten, daß ich alß Prediger solte mit zu Dienste gehen, Herr Vagetius
war zwar darwieder, würde es aber nicht hindern können. U. darum
möchte ich mich in Danzig oder Lübec ordiniren laßen. Es wurde aber
nichts draus. Denn in denselben tagen stund Vagetius auf //an// welchen
immer eine zieml. Zahl männer hingen, der wolte was sein, u
gab für, alß wolte eine verführung einschleichen, in dem Frankens
büchl. hereingebracht genant; Kurze u einfältige Einleitung zum
Christenthum, welches er aber hinführo auf öffentl. Canzel wiederlegen
wolte, u machte dazu den anfang den 31 jul. brachte aber viel lügen
u lästerungen auf die bahn wieder die person des autoris. Wegen
des buchs aber, sagte er: Es sei kein buch //so// böse, darinn nicht auch
etwas gutes anzutreffen. U. so verhielte sichs auch mit diesem büchl.
aber am 3. bl. stunde schon die Verführung, da es hieße; Ein Christ
könne Christo beständig nachfolgen. Dawieder er einige worte der
Wittenberger u D Müllers in Rostok, seinem bedünken nach, anführte
u stritten da wieder so viele exempel der h. Schrift, sonderl. des Da-
vids. It. die worteexp. 18. ex 1. Joh. 4. cit. müßten nicht in einem
Pharisaeischen, sondern orthodoxen Verstande gedeutet werden