Herr Prof Dau in Dörpat von 15 Febr: 98.
Er sei Uns von Herzen wiederum in diesem lande wilkommen. Der Gnä-
dige Gott verleihe, daß er Vielen möge ein licht in dem Herren werden Amen!
Der Herr G.Sup. Fischer siehet gar nicht gern, daß Mhr. aus Moscau weg ge-
gangen. So giebet auch Herr Praep. Glük mit einem leidwesen sein
mißvergnügen darüber zu verstehen. Sed Deus providebit, qui credit videbit
– – Wo müglich so erfreue er Uns mit seiner Hocherwünschten gegenwart.
Man wird viel einander zu verzehlen haben, sonderl. was das obhandener
große Werk angehet, so Gott in Deutschl. sonderl. zu Halla u Giessen an-
gefangen. M. L. melde doch mit ehesten, wie sie ihn zu Narva accommodi-
ren wollen. Herr Past Dorsch war wohl nicht allerdinges zu frieden, alß man
ihm diese condition gegeben hatte, allein wer kan wißen woran es gefehlet
habe. – –
dige Gott verleihe, daß er Vielen möge ein licht in dem Herren werden Amen!
Der Herr G.Sup. Fischer siehet gar nicht gern, daß Mhr. aus Moscau weg ge-
gangen. So giebet auch Herr Praep. Glük mit einem leidwesen sein
mißvergnügen darüber zu verstehen. Sed Deus providebit, qui credit videbit
– – Wo müglich so erfreue er Uns mit seiner Hocherwünschten gegenwart.
Man wird viel einander zu verzehlen haben, sonderl. was das obhandener
große Werk angehet, so Gott in Deutschl. sonderl. zu Halla u Giessen an-
gefangen. M. L. melde doch mit ehesten, wie sie ihn zu Narva accommodi-
ren wollen. Herr Past Dorsch war wohl nicht allerdinges zu frieden, alß man
ihm diese condition gegeben hatte, allein wer kan wißen woran es gefehlet
habe. – –
Und nach wenig tagen:
S. Schr. hat mich überaus erfreuet, zumahl ich daraus die gütige Vorsorge des
himl. Vaters vernommen, welcher alles wohl machen u zum guten ausgang wird
kommen laßen. Inzwischen verlange ich sehr zu vernehmen, ob Mhr. in Narva
verbleiben werde. Wo es müglich ist, so besuche er Uns auf etl. tage, damit
Uns. Seele sich an ihm ergezzen könne. – – Ach wie verlanget mich nach
ihm, M. l., daß ich mich im Herrn mit ihm freuen könne –
himl. Vaters vernommen, welcher alles wohl machen u zum guten ausgang wird
kommen laßen. Inzwischen verlange ich sehr zu vernehmen, ob Mhr. in Narva
verbleiben werde. Wo es müglich ist, so besuche er Uns auf etl. tage, damit
Uns. Seele sich an ihm ergezzen könne. – – Ach wie verlanget mich nach
ihm, M. l., daß ich mich im Herrn mit ihm freuen könne –
den 12. Mart.
– Es ist freilich so, wie Mhr schreibet, daß wir zum öften auch bei Unser
besten intention fehlen können. Inzwischen wird des Herrn rath doch wohl be-
stehen, u wir werden immer vergnügt sein, so lange wir auf s. wegen gehen
Nunmehr wird sichs endl. geeusert haben, was die Herren Narvischen mit Mhr. verge-
habt. Solte es mit beiderseits Vergnügen geschehen, so hette ursach mich darü-
ber mitzufreuen. – – Allem ansehen nach dürfte man Mhr. ange-
nehme gegenwart bei abgang des winters nicht zugenießen haben. Jedoch
wil ich hoffen, daß ich ehestens gelegenheit haben werde mich durch mündl.
unterredung mit Ihme zuergezzen.
besten intention fehlen können. Inzwischen wird des Herrn rath doch wohl be-
stehen, u wir werden immer vergnügt sein, so lange wir auf s. wegen gehen
Nunmehr wird sichs endl. geeusert haben, was die Herren Narvischen mit Mhr. verge-
habt. Solte es mit beiderseits Vergnügen geschehen, so hette ursach mich darü-
ber mitzufreuen. – – Allem ansehen nach dürfte man Mhr. ange-
nehme gegenwart bei abgang des winters nicht zugenießen haben. Jedoch
wil ich hoffen, daß ich ehestens gelegenheit haben werde mich durch mündl.
unterredung mit Ihme zuergezzen.
den 16 Apr.
Deßen Höchstangenehmes von 6. d. habe erhalten u daraus ersehen, wie der
wunderbahre Gott mit ihm verfahre; welcher ohne Zweifel das angefangene
werk nach seiner weißheit u Güte herlich hinausführen wird – Herr Paep.
Reuschert hat dem Consist. Eccl. kund gethan, daß er nicht länger in seinem
wunderbahre Gott mit ihm verfahre; welcher ohne Zweifel das angefangene
werk nach seiner weißheit u Güte herlich hinausführen wird – Herr Paep.
Reuschert hat dem Consist. Eccl. kund gethan, daß er nicht länger in seinem